Manori

Kultur

Lebensweise

Manori sind sehr naturverbunden und organisieren sich in Stämmen, die teilweise eine beachtliche Anzahl an Mitglieder erreichen können. Die kleinsten Stämme zählen meist nur um die 250 bis 300 Mitglieder, während die größten 800 und mehr beherbergen können. Gemäß der Größe eines Stammes sind auch die Städte aufgebaut und liegen entsprechend weitläufig auseinander.

Jede Stadt versorgt sich selbst – was den Handel untereinander keinesfalls nicht ausschließt – und zwar von dem, was sie aus ihrer Umwelt bezieht. Daher liegen die Städte auch mehrere Tagesreisen auseinander, um sich nicht gegenseitig die Lebensgrundlage streitig zu machen oder auch der Ausbeutung der Natur entgegenzuwirken.

Nähere Informationen inklusive einiger Karten finden sich hier in einem separaten Abschnitt zu den Baumstädten.

Magie

Diese Macht ist den Manori schon sehr lange bekannt. Aufgrund der volkseigenen Entwicklungsgeschichte wird Magie bei den Manori sehr kritisch betrachtet. In ihren Augen ist es eine Macht, die nicht für jeden zugänglich sein sollte. Daher sind nur Mitglieder der Kaste der Segnung dazu befugt, Magie auszuüben. Allen anderen Manori ist der Gebrauch dessen strikt untersagt.

Bevorzugt setzen die Schamanen ihre Magie zur Erschaffung ihrer Baumstädte ein. Daneben sorgen sie für den Erhalt der pflanzlichen Umwelt, segnen Heilmittel, welche auf herkömmliche Weise hergestellt werden, und dienen als Medium zu den Shivoun. Aber auch für eine Besonderheit bei den Manori sind sie verantwortlich. Dank ihrer Magie sind die Verwachsungen mit pflanzlichen Symbionten möglich.

Glaube

Die Manori glauben an bestimmte Geisterwesen, die sog. Shivoun, welche die Hüter der Schöpfung selbst sein sollen. Gemäß ihrer Auffassung sind sie überall und nirgends in der Natur zugegen und schauen nach dem Rechten, ohne öfter als nötig in selbige einzugreifen. Laut den Schamanen vergeben die Shivoun ihren Segen an ausgewählte Manori, um ihnen den gefahrlosen Umgang mit Magie zu ermöglichen.

Die Manori glauben ebenso an das Gleichgewicht der Natur, das durch die Shivoun erschaffen wurde. Daher respektieren sie jegliches darin vorkommende Leben. Aufgrund dessen nehmen sie nur so viel aus der Natur, um leben zu können und sorgen im Gegenzug dafür, dass sich die Lücke schnellstmöglich wieder schließt, damit die Natur keinen nachhaltigen Schaden erleidet.

Ihrem Glauben und dem daraus resultierenden Respekt für die Natur und alles Leben darin entspringt auch das Gleichheitsgebot. Kein Manori ist daher mehr wert als ein anderer.

Rituale

Das Leben bei den Manori ist geprägt von Ritualen. Sie decken sämtlich Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ab. Besondere Ehrung finden die großen Lebensabschnitte wie die Geburt, die Reife, der Lebensbund und auch der Tod. Daneben gibt es noch die Rituale, welche wichtigen Ereignisse in der Vergangenheit ihres Volkes, den Shivoun, der Jagd und jahreszeitlichen Begebenheiten gewidmet sind.

Gesellschaftliche Struktur

Die Stämme der Manori zeichnen sich, trotz ihres Gleichheitsgebotes, durch eine einfache aber hierarchische Struktur aus. Diese dient allerdings nicht der Machtsicherung untereinander, sondern dem Überleben im Dschungel.

Die breite Masse des Stammes machen die gewöhnlichen Stammesmitglieder aus. Sie gehen einer der Gemeinschaft dienenden Aufgabe nach. Daneben existieren die drei Kasten des Stammes. Ihnen obliegen gewichtigeren und zum Teil gefährlichere Aufgaben, höheres Können und auch mehr Verantwortung sind hier Voraussetzung. Den Kasten übergeordnet ist der Stammesrat.

Die Kaste des Schutzes setzt sich aus den Kriegern, Jägern und Spähern zusammen. Sie alle dienen dem Stamm, indem sie ihn vor Gefahren schützen und das Überleben sichern. Der Dschungel ist mit all seiner Artenvielfalt ein besonders gewaltiger und gefährlicher Lebensraum und verlangt den Mitgliedern dieser Kaste oftmals alles an Wissen und Können ab.

Die Kaste der Lehren bewahrt altes Wissen, pflegt die Chroniken ihres Stammes und zeichnet neues Wissen auf. Sie gewähren ihren Stammesmitglieder freien Zugang zu den Kopien dieser Aufzeichnungen und unterrichten mit besonderer Sorgfalt bereits die Kinder in sog. Schulen. Dabei vermitteln die Kastenmitglieder die gesellschaftlichen Regeln und Gebräuche ebenso wie das Grundwissen über die volkseigene Geschichte, fremde Völker und die sie umgebene Umwelt.

Die Kaste der Segnung ist in erster Linie für das seelische und körperliche Wohl des Stammes da. Ihre Mitglieder werden auch Schamanen genannt und verstehen sich als das Verbindungsstück zu den Shivoun, denen sie den Segen verdanken, mit dem sie nahezu gefahrlos in der Lage sind, Magie zu wirken. Einige von ihnen, jene, die sich ausschließlich der Heilung verschrieben haben, werden auch als Heiler bezeichnet. Sie besitzen ein wesentlich umfangreicheres Wissen über die hiesige Tier- und Pflanzenwelt und beschäftigen sich im Gegenzug etwas weniger mit der Magie an sich.

Der Stammesrat setzt sich aus den Ältesten und den Meistern sämtlicher Kasten zusammen. Ihnen obliegt die Führung des Stammes. Seine Mitglieder achten auf ein friedliches Miteinander, auf die Einhaltung von Sitten und Gebräuchen und treffen Entscheidungen, die nicht alleine in der Hand einer einzelnen Kasten liegen.