Magische Wesen

Auf Kataria gibt es nicht viele von ihnen, nicht viele im Sinne von Arten wie bei Tieren oder Pflanzen jedenfalls. Das erste magische Wesen ist Scheeseecha gewesen, Schöpferin dieser Welt und (fast) allen Lebens. Sie bekam von den Draks ihren Namen, als sie sich ihnen zu erkennen gab. Neben ihr kamen wenig später noch die Voun, die im Laufe der Zeit eine eigene Entwicklung durchmachten und zu den Shivoun und Xaovoun wurden. Alle haben jedoch eine Gemeinsamkeit, sie bestehen aus reiner Magie, also genau jener Energie, die zum Magiewirken benötigt wird. Es sollte daher nicht verwundern, dass sie so auch den Gesetzen der Magie unterworfen sind. Zudem sind sie überaus wandelbar (besitzen keine feste Gestalt).

Scheeseecha

Um die Schöpferin, Gottheit der Draks, ranken sich viele Erzählungen. So soll sie jede erdenkliche Gestalt annehmen können, ohne dabei ihre Natur zu verraten. In ihrer reinen Form ist sie ein gestaltloses Wesen bestehend aus silberblauen Licht, welches auf ihre magische Energie hinweist, dem gewöhnlichen Makra. Den Draks trat sie damals als einer der ihren gegenüber und unverschleiert ob ihrer Herkunft. Ihr Äußeres entsprach einem primitiven humanoiden Echsenwesen, dessen Schuppen je nach Lichteinfall in allen Farben schimmern konnte, aber stets dominiert vom Silberblau ihrer magischen Präsenz.

Voun

Die Voun sind Scheeseechas Schöpfung, eine Art göttlicher Ableger von ihr, wenn man so will, aber mit eigenem Bewusstsein (Seele/Essenz), eigener Intelligenz und eigenem Streben ausgestattet sowie weit weniger mächtig. Ihr Sinn bestand in der Pflege Katarias, wie die Welt von ihren Bewohnern genannt wird. Eingeteilt waren sie daher in zwei Gruppen, um den von Scheeseecha angedachten Kreislauf von Leben und Tod zu wahren. Die einen sorgten für alles rund ums Leben und dessen Entwicklung, die anderen für die Vergänglichkeit und den Tod. So entstand ein Gleichgewicht zwischen Leben und Tod.

Irgendwann kippte das Gleichgewicht als Folge eines Wettstreits zwischen den verschiedenen Gruppen der Voun. Scheeseecha verbannte sie daraufhin von Katarias Antlitz und verschwand dabei ebenfalls.

Shivoun

Sie entwickelten sich in ihrem Exil aus jenen Voun, die einst die Aufgabe hatten, über das Leben zu wachen. Abgeschottet von allen Einflüssen und sich selbst überlassen verloren sie ihren göttlichen Funken, ihre Reinheit sozusagen. Die Shivoun tragen diesen Makel sichtbar für alle. Statt im silberblauen Licht zu erstrahlen, erscheinen sie gelblichgrün, derselben Farbe wie das reine Makra in hochkonzentriert Form.

Als die Grenzen ihres Exils nachgaben, war viel Zeit vergangen. In der Abwesenheit von Scheeseecha und den Voun war Kataria sich selbst überlassen gewesen und ein eigener Kreislauf von Leben und Tod hatte sich etabliert. Da die Shivoun aus Vergangenem gelernt hatten, gaben sie sich selbst einen neuen Sinn, indem sie Teil der Kulturen der jungen und alten Völker werden wollten. Dies geschieht noch heute zumeist in Gestalt volkseigener Gottheiten. Ihre Einmischung geschieht auf subtile, zurückhaltende Art und Weise.

Aufgrund ihres veränderten magischen Naturells trifft das aber nicht auf die Xaovoun zu. In ihrer Gegenwart flammt Altes neu auf und sie stellen sich einem erbitterten Kampf. Meist versuchen sie das jedoch zu umgehen und nutzen dafür ihren Einfluss bei den Sterblichen, da sie wissen, dass ein Aufeinandertreffen nichts Gutes für die Welt bedeuten kann.


Xaovoun

Auf ähnliche Weise wie die Shivoun entstanden auch die Xaovoun, schattenhafte Gestalten, denen das Schwarzviolette des verdorbenen Makras zu eigen und der göttliche Funken abhanden gekommen ist. Statt aus der Vergangenheit zu lernen, haben sie sich ihrem Hass gegen ihre Brüder ebenso hingegeben wie letztlich auch gegen Scheeseecha, die sie ja verbannt hatte. Daraus erwuchs nur noch ein Ziel: Die Vernichtung der Schöpfung wie sie existiert und allem, was sich ihnen dabei in den Weg stellt.

Da ihr Einfluss durch ihre magische Präsenz auf Kataria von Haus aus ein ganz anderer ist, haben sie es ungleich schwerer. Aber auch sie sind erfolgreich und erschufen mittels trickreicher Manipulationen schwacher Sterblicher schließlich die Untoten. Auch die Morag sind durch ihr Zutun erst entstanden. Seither befinden sie sich auf einen Feldzug, der Kataria nach ihrem Maßstab für immer verändern soll.