Hochlandspinne

Die Hochlandspinnen sind eine besonders große Spinnenart. Ihr bepelzter Körper erreicht bei männlichen Exemplaren eine Ausdehnung von einer Armlänge. Zusammenmit den acht Beinen erreichen sie jedoch eine gut doppelt so große Spannweite. Weibliche Exemplare sind dagegen um einiges größer. Beide Geschlechter sind erdfarben bis schwarz gefärbt. Bei Weibchen kommen in der Paarungszeit noch rote Streifen an den Beinen hinzu.

Bis auf wenige Ausnahmen bewohnen sie die Tropen Onars und nur die hochgelegenen Vorgebirgsregionen. Das brachte ihnen ihren Namen ein. Als Lauerjäger verstecken sie sich in mit Netzen ausgekleideten Höhlen und Erdmulden. Gelegentlich wird auch die umliegende Vegetation mit eingesponnen. Männchen bilden Zusammenschlüsse von bis zu einem Dutzend Tiere – ein Grund, weshalb ihr Revier sehr groß ist – während die Weibchen Einzelgänger sind.

Zur Paarungszeit suchen die Männchen in ihren Gruppen die Nähe der Weibchen. Es ist ein lebensgefährliches Unterfangen, bei dem nur wenige Männchen überleben.

Staubfalter

Staubfalter sind eher unscheinbare nachtaktive Schmetterlinge. Meist sind sie von mausgrauer bis gelber Farbe mit einer Kreiszeichnung auf den Flügeln. Sie haben einen gedrungenen Rumpf und breite kräftige Flügel. Ihre Spannweite von einer Flügelspitze zur nächsten beträgt nicht mehr als eine Handbreit, meist kleiner.

Den Tag verbringen sie geschützt in großen Blütenständen, die sich nur nachts öffnen. In ihrer Ruhezeit kommen sie mit den Pollen der Blüten in Kontakt. Wenn sie in der Nacht umherfliegen, sieht es aus, als würde Staub von ihnen abfallen.

Spitzrückenkrokodil

Spitzrückenkrokodile sind die größten Raubtiere in den Flüssen des Dschungels von Onar. Abgesehen von einer einzigen Schlangenart die Nabonda, die ebenfalls in diesen Gewässern zu finden ist, übertrifft sonst kein Raubtier die stattliche Länge von 6 Metern. Ihren Namen verdanken die Krokodile den mehrreihigen Dornfortsätzen vom Genick bis zum Schwanzende. Die knöchrigen Spitzen schimmern bei Lichteinfall und sind eine beliebte Jagdtrophäe bei den im Dschungel lebenden Völkern. Ihr gesamter Körper ist an das Leben im Wasser angepasst. An Land wirken die Spitzrückenkrokodile etwas schwerfällig im Gang. Doch der erste Eindruck täuscht. Sie können binnen einer Sekunde einen Sprint über kurze Strecken hinlegen. Dabei nehmen sie es durchaus mit den meisten an Land lebenden Fluchttieren auf.

Die Spitzrückenkrokodile haben im Erwachsenenalter bis auf den Jaotar keine natürlichen Fressfeinde mehr. Selbst die große Nabonda wagt sich nur im Ausnahmefall an sie heran. Dafür sind die Jungtiere bis zu einem Alter von 4 Jahren umso beliebter. Nur die Eier sind noch begehrter und werden von allerlei flinken Räubern erbeutet, wenn das Muttertier unachtsam oder auf der Jagd ist.

Den Erzählungen der Drakkaren nach sind die Spitzrückenkrokodile Nachfahren der Urdraks, aus denen sich die intelligenteren Draks und aus ihnen später die Drakkaren sowie Sanmaren entwickelt haben.

Skapla

Der Skapla gehört zur Gruppe der nachtaktiven Insekten auf Kataria und ist ein Einzelgänger. Erwachsene Exemplare messen im Durchschnitt eine Länge von knapp drei Ellen.

Skaplas sind aufgrund ihrer Körpersegmente und den daran befindlichen Beinpaaren sehr wendig und schnell. Sie verfügen über keinerlei Sehorgane im herkömmlichen Sinn. Ihr Fühlerpaar am Kopf nimmt Bewegungen wahr, ähnlich einem Radar bei Fledermäusen. Wirklich gefährlich an ihnen ist jedoch ihr lähmendes Gift. Der Skapla injiziert es dem Opfer mit einem gesonderten Beißwerkzeug am Kiefer. Es ist Teil des schützenden Chitinpanzers an der Mundpartie. Die Giftdrüsen sitzen genau dahinter.

Als nachtaktives Insekt verkriecht sich der Skapla tagsüber in allerlei Verstecken. Er ist nicht sehr reviertreu, höchstens zur Paarungszeit, wenn die Weibchen Stellung beziehen und versuchen, ein Männchen auf sich aufmerksam zu machen.

Beliebt sind beim Skapla Laub- und Holzreste, in die er sich mit seinem vorwiegend erdfarbenen Erscheinungsbild hervorragend einfügt. Somit könnte er leicht übersehen werden, jedoch sondert er über seinen Körper eine übelriechende Flüssigkeit ab, die dem Verwesungsgeruch ähnelt. Damit hält er sich in seiner Ruhephase, wenn er angreifbar wäre, die meisten Fressfeinde vom Leib. Die, die es dennoch schaffen, ihn zu finden, müssten sich einem gefährlichen Gegner stellen oder aber sind so klein und viele davon nicht fähig, den Chitinpanzer zu knacken.

Zur Beute des Skapla gehört alles, was kleiner ist als er. Er ist ein nachtaktiver Räuber und nimmt es notfalls auch mit größeren Gegnern auf. Sein Gift, so tödlich und auch schmerzhaft es ist, dient den Manori im Dschungel von Onar als Pfeilgift. Die Beschaffung dessen ist den Jägern dieses Dschungelvolkes überlassen. Den jüngsten Jägern dient das Aufspüren und Erlegen eine Skaplas – nur so kommt man an dessen Gift –  als finaler Beweis dafür, ein vollwertiges Mitglied deren Kaste geworden zu sein. 

Nibbix

Nibbixe sind grazile in Herden lebende Säugetiere und gehören zu den Unpaarhufern. Mit ihrem braunen kurzen Fell sind sie optimal in den weniger dicht bewachsenen Bereichen des Dschungels angepasst. Obwohl die gerade gewachsenen, unterarmlangen Hörner ihnen eine gewisse Wehrhaftigkeit verleihen, gehen Nibbixe nur im Notfall zum Angriff über. Sie zählen zu den Fluchttieren. Ihre drei Zehen – die mittlere ist am stärksten ausgebildet und trägt die Hauptlast – garantieren ihnen eine schnelle Flucht auf dem teils nachgebenden Erdreich des Dschungels. Kleinere Hindernisse überspringen sie außerdem mit Leichtigkeit.

Als reine Pflanzenfresser, die lediglich eine Schulterhöhe von 50-60 cm erreichen, findet man sie bei der Futtersuche oft in den Graslandschaften, deren hohe Wuchsform sie quasi unsichtbar macht. Dagegen verbringen Nibbixe ihre Ruhephasen eher in den Wäldern, wo ihr Fell sie perfekt tarnt.

Knollenschwein

Knollenschweine zählen zu den wehrhaftesten Tierarten des Dschungel. Ihr muskulöser borstiger Körper und die drei Paar Hörner auf der breiten sowie lang gezogenen Schnauze sind ideal für den Angriff geeignet. Fühlt sich ein Knollenschwein bedrängt, besitzt es eine sehr geringe Hemmschwelle. Es legt sich mit jedem Feind an, egal wie groß dieser sein mag. Seine geräuschempfindlichen Ohren sind neben der Fressgier nach Kasjusknollen die einzige ausnutzbare Schwäche.

Ihre Fellfarbe reicht von braun bis schwarz, wobei oft genug unklar ist, ob es die natürliche Farbe ist oder vom Dreck stammt, den sie sich durch das Graben nach ihrer Leibspeise am Körper tragen. Knollenschweine sind sehr wasserscheu und suchen Gewässer nur auf, wenn sie ihren Durst stillen müssen.

Zu ihren Fressfeinden zählen vor allem Hochlandspinnen, Spitzrückenkrokodile und Jaotare, seltener Skaplas. Letztere Angriffe sind auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen. Selten wagen sich Tiger oder Maujaks an ausgewachsene Exemplare. Ihnen sind die Jungtiere lieber, die wiederum von dem Muttertier vehement beschützt werden.

Chamäleonnatter

Die Chamäleonnatter ist eine eher friedliebende und ungiftige Schlange. Ihre Heimat sind die Tropen und Subtropen (Feuchtwälder) Katarias. Ihre gelbbraune Färbung, die an der Unterseite des Körpers mehr ins gelbliche übergeht, verleiht ihr auf den ersten Blick ein recht unscheinbares Aussehen. Das ändert sich sobald die Chamäleonnatter in Bedrängnis gerät oder aber die Paarungszeit naht. Dann zeigt sich nicht selten ein beeindruckendes Farbspiel ihrer Kopfregion und es ist möglich aufgrund der Farbänderung ihre Gemütslage vorherzusagen. Sobald allerdings eine Chamäleonnatter angreift, ist das aber nicht das einzige Erkennungsmerkmal.

Leicht reizbar sind die Tiere selten und vertragen sich nahezu ganzjährig mit ihren Artgenossen, sodass Nester von bis zu sieben Tieren keine Seltenheit darstellen. Auch diese Schlangenart bevorzugt jegliche Versteckmöglichkeiten, die sich in Bodennähe anbietet. Allerdings sind sie keine Lauerjäger. Chamäleonnattern gehen bevorzugt, aber nicht dauernd, tagsüber auf die Jagd nach Kleintieren, die leicht zu erlegen sind. Dabei kommt ihnen ihre Schnelligkeit zu Hilfe.

Braunhornviper

Die Braunhornviper ist eine Giftschlange, die den Tropengürtel, die Feuchtwälder und Wüstenbereiche Katarias bewohnt. Sie erreicht eine Länge von zwei Metern und mehr. Es gibt zwei Vertreter dieser Art, die Nasenhornviper und die Augenhornviper zu sehen auf den nachstehenden Bilder.

Quelle: Pixabay (lizensfreie Bilder)

Beide sind durch ihre Färbung sehr gut an ihren Lebensraum angepasst. Die Braunhornvipern der Wüstenbereiche unterscheiden sich von ihren Artgenossen in den Feuchtwäldern und Dschungelbereichen durch ihre helleren Brauntöne.

Naturgemäß gehört die Braunhornviper zu den Lauerjägern. Zu finden sind sie in Laubhaufen, unter abgestorbenem Holz, in Erdlöchern oder im Sand eingegraben. Dieses Verhalten macht diese Schlangen ziemlich gefährlich, denn sie flüchten nicht, wenn man ihr zu nahe kommt, sondern beißen sofort zu. Ein Zischen kündet von ihrer unmittelbaren Gegenwart. Das Gift führt unbehandelt häufig zum Tod. Aber auch ein leerer Biss kann gefährliche Infektionen bis hin zur Blutvergiftung verursachen.

Grüne Baumameise

Die grüne Baumameise ist ein staatenbildendes Insekt, das ihren Namen aufgrund ihrer Färbung trägt und den Tropengürtel Katarias als Lebensraum bevorzugt. Die Kolonien weisen eine Größe von mehreren hundert Individuen auf und sind ausschließlich im Geäst der Darrangas zu finden. Die Blätter dieser recht kleinwüchsigen Bäume dienen der grünen Baumameise dabei als Baumaterial für ihr Nest, welches die Arbeiterinnen mit Hilfe des Drüsensekrets ihres Hinterleibs gestalten.

Gut getarnt hängt es zwischen den Ästen und bietet zuverlässigen Schutz vor Fressfeinden, von denen es im Dschungel genug gibt.

Quelle: Pixabay (lizensfreie Bilder)

Bei der grünen Baumameise handelt es sich um eine sehr aggressive Art mit räuberischer Lebensweise. Dabei duldet keine Kolonie eine weitere in unmittelbarer Nähe, was bedeutet, dass stets nur ein Nest pro Darranga zu finden sein wird. Denn dieser Baum und dessen bodennahe Umgebung dient der grünen Baumameise als Jagdrevier. Allerdings ist es recht selten, dass sich die Insekten in Bodennähe wagen, da sie durch ihre Färbung im Geäst optimal geschützt sind.

Geraten sie dennoch einmal in Bedrängnis oder sehen sich gezwungen ihr Nest zu verteidigen, nutzen sie neben ihren Beißwerkzeugen auch stets ihr Gift, um Feinde zu töten.