Gendern: Ja oder Nein?

Es ist schon ein wenig länger her, dass ich einen Blogartikel verfasst habe. Mir liegen kürzere Beiträge auf Instagram oder Facebook mehr und wenn ich blogge, dann eigentlich über Themen zu meiner Schreiberei, dem Weltenbasteln und Tutorials fürs Zeichnen. Heute widme ich mich einem Thema, über das ich eigentlich nicht schreiben will: Das Gendern!

Der einzige Grund, weshalb ich es doch mache, ist, um im Vorfeld klarzustellen, was meine Leser von mir erwarten dürfen – privat wie auch in meinen Büchern – und weil der Vorstoß in die deutsche Sprache immer aggressiver vor sich geht. Sprache unterliegt keiner Statik, sie ist wandelbar. Darin sind wir uns hoffentlich alle einig. Das muss niemanden gefallen, ist aber unbelegbarer Fakt. Aber was hier seit geraumer Zeit passiert, ist kein langsamer stetiger Wandel einzelner Begriffe, wie man ihn bisher aus der Geschichte kennt. Nein. Es ist ein Prozess, der mit einer Keule von oben herab angetrieben wird und gleich das generische Maskulin aufs Korn nimmt.

Generisches Maskulinum, was ist das?

Unter generisch versteht man den geschlechtsneutralen Gebrauch des Maskulinums, also die männliche Variante eines Wortes. Ein Beispiel ist der Begriff „Mieter“ in Mietverträgen. Er umschließt also alle Personen, die eine Sache mieten, z. B. eine Wohnung. Es sind nicht nur Männer angesprochen. Das ist die Wirkung eines generischen Maskulinums.

Gibt es auch das generisches Femininum?

In der Tat, das existiert. Es ist jünger als sein männliches Gegenstück und trat zum ersten Mal 1984 in den Sprachwissenschaften auf. 2013 gab es einen Vorstoß in die praktische Umsetzung. Das generische Maskulinum sollte also eine 180 Grad Wendung erfahren.  Wirklich durchgesetzt hat es sich bis heute (2021) nicht, weil das generische Maskulinum noch vom Großteil der Bevölkerung gebraucht wird.

Was bedeutet jetzt gendern?

Nun, hierbei geht es darum, geschlechtergerecht zu reden und zu schreiben. Es soll also durch Sprache eine Gleichstellung der Geschlechter erreicht werden. Darunter fallen also nicht nur Männlein und Weiblein, sondern auch alle anderen Geschlechterrollen in der Gesellschaft.

Ist doch eigentlich gut, oder?

Eigentlich ja, der Ansatz ist löblich. Aber aus der Sicht des generischen Maskulinums unnötig. Wie weiter oben schon steht, bezieht es sich nicht auf das Geschlecht einer Person. Neutraler geht es eigentlich kaum. Aber es gibt offenbar zu viele Leute, die sich alleine an der männlichen Schreibform eines Wortes derart stoßen, dass es ihnen sauer aufstößt.

Wie aus heiterem Himmel wird damit argumentiert, dass Frauen sich durch das generische Maskulin nicht angesprochen fühlen. Ich korrigiere das an dieser Stelle. Nicht alle Frauen sehen das so. Es gibt welche, hoffentlich eine hohe Anzahl davon, die ihre Wertigkeit nicht an der Grammatik einer Sprache bemessen und sich nicht nur auf ihr Geschlecht reduzieren lassen. Ich persönlich fühle mich immer angesprochen, wenn bei gesellschaftlichen Ansprachen das generische Maskulinum verwendet wird. Benachteiligt fühle ich mich in anderen Dingen, aber die betreffen nicht die Sprache, sondern das Denken!

Sprache formt Realität!

Dem Spruch bin ich schon oft begegnet und habe eine etwas andere Einstellung dazu. Sprache bildet eher die Realität ab. Sie verändert nicht das Denken. Die aktuellen Veränderungen rufen derzeit die Initiatoren mit ihrer Interpretation hervor, das generische Maskulinum sei geschlechterfeindlich. Diese Denkweise und die im Zuge dessen entstandene Gendersprache ändert aber nicht das Denken derjenigen, die noch in ihren äußerst patriarchalischen Denkmustern gefangen sind. Denn diese sind es, die die Gleichstellung der Geschlechter in der Gesellschaft behindern und boykottieren. Wir sehen das noch heute im Beruf und im Privatleben, wenn sich bei verheirateten heterosexuellen Paaren die Frage nach der Aufgabenteilung stellt, sobald das erste Kind im Haushalt ansteht. Wer bleibt daheim? Viel zu oft die Frau. Die Gründe sind vielfältig.

Es gibt einen gewissen Prozentsatz an Frauen, der von sich aus daheim bleibt, weil er es als lebenserfüllend ansieht. Gibt es, und daran ist auch nichts auszusetzen, wenn das auf Augenhöhe entschieden wurde. Bei anderen ist es eine Finanzfrage, nicht selten in einer Zeit, wo jeder Cent zählt, während die Ausgaben jährlich in die Höhe schnellen, aber das Budget nicht mitwächst. Männer verdienen im Beruf oft mehr. Würde es eine durchweg gleiche Behandlung im Gehalt und Lohn geben, gäbe es vielleicht alleine da schon einen signifikanten Unterschied. Daraus ergäbe sich ein gelebtes Muster und automatisch eine Verschiebung des Gleichgewichtes. Zusätzlich bedarf es aber auch mehr Anreize für die Männer, sich für die Kinder und den Haushalt zu entscheiden.

Klingt sehr vereinfacht, ich weiß. In der Praxis ist sowas immer langwieriger. Aber das soll auch nur zeigen, dass hier die Tat weit mehr bewirken kann als die Sprache, die gerade von oben herab durchgehauen werden soll in der Hoffnung, Ähnliches zu erreichen.

Abgesehen davon, dass ich daran nicht glaube, empfinde ich es als überaus aufdringlich, wie aggressiv dabei vorgegangen wird, als wären wir im Krieg. Seit der Duden vorgeprescht ist und das generische Maskulinum abgeschafft hat mit seinen neuen Einträgen, verstärkt sich die Spaltung in der Gesellschaft rapide. DAS ist es, was dieses Sprachwirrwarr derzeit abbildet.

Es gibt offenbar nur zwei Seiten: Pro oder Contra. Raushalten kann man sich nicht, weil die eigene Mundart, das was man seit Kindertagen gelernt hat, plötzlich falsch und ungerecht sein soll. Ergo ist man quasi gezwungen, sich zu entscheiden. Entweder man gendert oder man lässt es.

Letzteres ist allerdings ein Pulverfaß, das in entsprechender Gesellschaft ähnlich gut hochgehen kann, als wenn man sich in einer Diskussion, die es zuhauf im Internet, im Fernsehen oder Privat gibt, gegen das Gendern ausspricht. Man wird sofort regelrecht mit Anfeindungen niedergeknüppelt. Dabei ist es unwichtig, ob sich eine Frau oder ein Mann (Feindbild schlechthin in diesem Fall) dazu geäußert hat. Selbst sachliche Argumente bringen so gut wie nichts. Ich habe nur wenige Ausnahmen hiervon erlebt. Und DAS schreckt ab. Mindestens genauso wie das schreckliche Schriftbild der Gendersprache. Die Aussprache macht es übrigens auch in keiner Weise besser.

Schlusswort

Aus all den bisher angeführten Gründen und ungenannten, weil es dann doch den Artikel sprengen würde, gebrauche ich privat, beruflich und auch in meinen Geschichte weiterhin das generische Maskulinum. Ich bin erwachsen, habe ein gesundes Selbstbewusstsein, definiere mich nicht über mein Geschlecht, sondern aufgrund der Summe meiner Kenntnisse und Fähigkeiten. DAS ist, was für mich zählt!

Neue Vertriebskanäle bei Tolino Media

Habt ihr es schon mitbekommen? Tolino Media hat sein Spektrum der zu beliefernden Shops deutlich erweitert (https://www.tolino-media.de/so-funktionierts/vertriebspartner/). Neu hinzugekommen sind u. a. Kobo, Barnes & Nobles, Apple Books, Google Play, Amazon. Ja, ihr lest richtig, der große Konkurrent Amazon ist auch dabei. Wegen ihm ist ja ursprünglich die Tolino Allianz erst entstanden. Das war im März 2013 der Fall. Seither hält sich die Allianz sogar recht gut und hat nun einen geschickten Schachzug hingelegt: einen großangelegten Vorstoß auf den virtuellen Buchmarkt (eBooks).

Doch was bedeutet das nun für jeden einzelnen Autor und die Konkurrenz von Tolino Media?

Nehmen wir diesen Vorstoß doch einmal genau unter die Lupe und beginnen im Kleinen beim Spielraum für die hauseigenen Autoren. Interessant ist, dass Tolino Media seinen Autoren einen gewissen Spielraum bei der Auswahl der Vertriebskanäle einräumt. Bisher gab es nur die Option, die Shops der Tolino Allianz, Skoobe und die Ausleihe als Vertriebsweg zu nutzen. Jetzt existieren zusätzlich noch Amazon als separate Option und die oben schon erwähnten Shops als weitere Sammeloption. Via Klick lassen sich diese Vertriebskanäle von der Belieferung ein- oder ausschließen.

Positives für den Autor

Fast alles aus einer Hand! Gute Gesamtmargen für hochpreisige Bücher! Die Möglichkeit auf eine Leseflat außerhalb von Kindle Unlimited! Schnellere Auszahlung des Autoren-Honorares, weil die Auszahlungssumme schneller erreicht werden kann als durch separate Belieferung durch den Autor. Größere Freiheit bei Gratisaktionen als bei Amazon und das sogar flächendeckend.  

Im Vergleich zu Kindle Unlimited stehen einem Autor hier deutlich mehr Gratistage zur Verfügung. 5 Gratistage zu je 90 Tage sind für einen KU-Autor drin. Bei Tolino Media könnte man glatte 31 Tage dafür erhalten, sofern man das denn möchte. Einziger Haken an der Sache ist, nach so einer Gratisaktion hat man eine 4 wöchige Sperre, ehe man wieder eine Gratisaktion ausführen kann. Ermöglicht wird dies durch zeitlich begrenzte Aktionspreise. Hierunter findet sich die 0,00 € Kategorie.

Überdies haben höherpreisige Bücher bei Thalia und Co. auch ein besseres Ranking, da anders als bei Amazon nicht die Anzahl der Verkäufe ausschlaggebend ist, sondern deren Erlös. Günstige Titel im Bereich von 0,99 € bis 2,89 € können hier erst ab einer gewissen Verkaufsmenge mithalten, denn die besten Erlöse erzielen Titel erst bei einer Preisgrenze von 2,99 € (70% vom Nettoverkaufspreis). Alle Bücher, die weniger kosten, bringen dem Autor nur eine Marge von 40 % vom Nettoverkaufspreis ein. Immerhin sind das noch 5% mehr als bei Amazon für diesen Preisbereich. (Quelle: https://www.tolino-media.de/hilfe/faq/#wie-viel-autorenhonorar-erhalte-ich)

Transparente und monatliche Auszahlungen ab einer Höhe von 20 € runden das Gesamtpaket inklusive einer guten Kommunikation mit dem Support ab.

Negatives für den Autor

Natürlich zwackt sich Tolino Media seinen Teil vom Verkaufserlös jedes Buches ab. So ist die Einzelmarge im Vergleich zu der aus separat belieferten Shops geringer. Kindle Unlimited wäre somit gesehen auch Geschichte, wenn man die Leseflat von Skoobe mitnehmen möchte. Hier heißt es: entweder oder! Beides simultan geht nicht für ein und dasselbe Buch.

Allerdings ist Skoobe so eine Sache. Zum einen werden die Titel nur 1x die Woche und zudem händisch ins System eingepflegt. Es erfolgt also eine Vorsortierung durch Mitarbeiter. Nicht alles, was Tolino Media einreicht, wird auch bei Skoobe zum Flateratelesen bereitgestellt. Diese Information erhielt ich auf Nachfrage vom Tolino-Support. Ein Recht darauf, bei Skoobe mit seinem Buch gelistet zu werden, obwohl die Option zum Ausliefern ausgewählt wurde und die Auslieferung erfolgt ist, besteht seitens des Autors leider nicht. Das ist ein großer Nachteil im Vergleich zu Kindle Unlimited.

Die Konkurrenz!

Tja, die dürfte etwas mit den Zähnen knirschen. Zur Konkurrenz zählen z. B. Bookrix, BOD, und neobooks. Ihre Vertriebskanäle funktionieren ähnlich. Außerdem beliefern sie die großen Shops wie Weltbild, Thalia und Co. über Tolino Media. Wie man sieht, hat Tolino-Media hier eine Schlüsselposition. Sogar im wahrsten Sinne des Wortes. So erklären sich auch die vergleichsweise geringeren Margen für Autoren, die über BOD, Bookrix und neobooks gehen. Tolino Media lässt sich für den „Einlass“ natürlich bezahlen und die Bezahlung Erfolg von den Verkaufserlösen eines jeden Buches.

Dadurch wiegt der Vorstoß zu den anderen Shops, die schon lange von der Konkurrenz mitabgedeckt werden als besonders heftig. Selbst wenn Tolino Media hier keine Schlüsselposition einnimmt, gräbt die Allianz seiner Konkurrenz hier das Wasser ab. Das ist genau dann der Fall, wenn sich jetzt Autoren dazu entscheiden, wegen der höheren Margen bei den Shops der Tolino Allianz zu wechseln, da nun weitere Vertriebsoptionen bestehen, die es vorher so nicht gab, aber höchst willkommen sind.  

Für wen ist Tolino Media nun als Vertriebspartner geeignet?

Eigentlich für Autoren, die (fast) alles aus einer Hand bevorzugen UND denen Kindle Unlimited absolut nichts bringt UND die mit einer Qualitätsprüfung seitens Tolino Media keine Probleme haben. Hier werden im Vorfeld ein paar faule Äpfel ausgesiebt. Eine detaillierte Aufzählung der Punkte der Qualitätssicherung findet sich unter: https://www.tolino-media.de/hilfe/faq/#gibt-es-eine-pr%c3%bcfung-der-hochgeladenen-ebooks.

Nach wie vor ist es aber noch immer eine gute Option, Amazon separat zu beliefern, allerdings ohne Möglichkeit von Kindle unlimited. Der Marge-Unterschied und der leichte Zugang zu KDP sprechen für sich.

Nachdem nun neue Würfel auf dem Spielfeld des Marketings gefallen sind, lohnt es sich vielleicht für den einen oder anderen, seine Strategie zu überdenken. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn ihr mir eure Entscheidung mitteilt. Bleibt alles beim Alten oder wird sich etwas ändern, in welche Richtung und aus welchen Gründen?

Unscheinbare Verben

und ihre (Aus)Wirkung!

Mir ist schon einige Male etwas zu unscheinbaren Verben zu Ohren gekommen, dem ich, jüngst angefeuert durch einen FB-Beitrag in einer Autorengruppe, einen gesonderten Artikel widmen möchte. Sprechen wir heute doch einmal über „Unscheinbare Verben und was für eine Wirkung sie erzielen“. Beginnen wir mit einer Definition.

Was sind unscheinbare Verben?

Als unscheinbar werden Verben bezeichnet, die im Text „untergehen“, also nicht mehr aktiv wahrgenommen werden, beinahe unsichtbar sind. Hierzu zählen z. B. sagenantworten oder fragen, aber auch machen oder gehen. Ihr seht, diese Verben sind sehr geläufig und zählen zum Allgemeinwissen, stellen Grundpfeiler der Kommunikation dar. Jeder kennt sie, sei es in der Mutter- oder Fremdsprache.

Aber wieso sind sie dann unscheinbar oder gehen unter, wenn sie doch so wichtig sind?

Die Antwort ist simpel. Weil es sehr gebräuchliche Verben sind. Etwas, das immer da ist, wird kaum noch registriert, sondern als gegenwärtig sogar vorausgesetzt. Das gilt auch im gewissen Kontext für das geschriebene Wort. Als Leser erwartet man diese Verben in ihrer richtigen Konjugation, aber liest auch einfach darüber hinweg.

Daher findet sich in vielen Schreibratgebern die Empfehlung wieder, möglichst nur diese Basisverben in Geschichten zu benutzen. Grund: Alles andere stört den Lesefluss.

Meine Meinung dazu: Bullshit!

Bevor jetzt ein Aufschrei folgt, erkläre ich mich gerne. Das Handwerkszeug eines jeden Autors ist die Sprache, jedes Wort, das er/sie niederschreibt kann so viel mehr transportieren als die reine Bedeutung. Mit dem richtigen Wort lässt sich Stimmung greifbar einfangen und davon lebt eine Geschichte.

Dialoge sind recht häufig in Geschichten und natürlich stoßen wir da auch auf Inquits und eingeschobene Handlungen einer oder mehrerer Figuren. Wenn ich nun dauernd unscheinbare Verben verwende, mögen sie zwar untergehen und den Lesefluss nicht behindern, aber das Süppchen, das der Autor da köchelt, schmeckt gelinde gesagt sehr fade. Schauen wir uns dazu doch einfach ein kleines Beispiel an.

Eine aus dem Kontext gerissene und auf die Schnelle aus den Fingern gesogene Szene nach dem Beispiel eines Schreibratgebers.

Bsp. 1:

„Magst du noch auf einen Kaffee mit zu mir kommen?“, fragte Mark und lief rot an.
„Hm, ist es noch weit bis zu dir?“, fragte Klara unentschlossen.
„Nein, ich wohne am Ende der Straße“, antwortete Mark. „Wir sind in höchstens 5 Minuten da.“
„Dann gerne“, sagte Klara zustimmend.

So oder so ähnlich sind mir Dialoge schon untergekommen, die sich an diese Regel gehalten haben. Möglichst einfache Wortwahl mit einfachem Satzbau. Im Prinzip ist an der Klarheit von Sätzen nichts auszusetzen, aber hierbei kommt keine Stimmung auf. Es gibt neben den unscheinbaren Verben noch andere Problempunkte: dauernde Personenbenennung, gleiche Dialogabfolge (wörtliche Rede + Inquit).

Spendieren wir der Szene doch ein wenig Stimmung.

Bsp. 2:

„Magst du noch auf einen Kaffee mit zu mir kommen?“, nuschelte Mark und lief rot an.
Klara sah unentschlossen zu ihm auf. „Hm, ist es noch weit bis zu dir?“
„Nein, ich wohne am Ende der Straße“, entgegnete er stotternd. „Wir sind in höchstens 5 Minuten da.“
„Dann gerne.“

Erkennt ihr die Wirkung der Worte? In dem Dialog ist Mark – so wie in Bsp. 1 auch schon – ein eher schüchterner Junge, der seine Herzdame um etwas mehr Zeit mit ihm bittet.

1. Satz: Durch die Verwendung von „nuscheln“ wird das noch einmal verdeutlicht und auch gesagt, wie er Klara fragt. Die Tonlage kann man sich hierbei auch gut vorstellen, ohne sie vielleicht gesondert zu beschreiben, wozu auch viele Autoren neigen, weil sie unscheinbare Verben benutzen.

2. Satz: Umgestaltung. Klara handelt nun aktiv und dadurch wird ein Inquit unnötig. Dass sie etwas fragt, wird schon alleine durch das ? deutlich.

3. Satz: Da Mark ein sehr schüchterner Junge ist, kann ihn so eine Reaktion wie von Klara zusätzlich verunsichern. Also ist es nur logisch, die Wortwahl entsprechend anzupassen. Dies kann wie in meinem Beispiel durch das Inquit „entgegnete er stotternd“ herbeigeführt werden. Gleichzeitig ist hier auch sein Name nicht noch einmal erwähnt, was bloß eine reine Wortwiederholung auf engem Raum wäre.

4. Satz: Inquit ersatzlos gestrichen. Das mögen auch einige Autoren zuerst nicht. Aber ich frage mich wieso, wenn doch klar ist, wer spricht und es ansonsten nur hieße „antwortete Person X“. Unscheinbarer geht es nicht und da man es eh laut Schreibratgeber überlesen hätte, macht es keinen Sinn, unnötige Worte zu verwenden. Sie fressen nur kostspieligen Platz.

Und hat euch die Verwendung der Synonyme aus dem Lesefluss gerissen?

Sollte die Antwort nun wider Erwarten Ja lauten, bitte ich euch, einmal genau zu überlegen, wieso das so ist. Nicht selten ist eine Störung des Leseflusses darauf zurückzuführen, dass man gewisse Worte nicht kennt und sich deren Sinn auch nicht aus dem Kontext ergeben. Darin dürfte meiner Meinung nach auch der Grund liegen, weshalb in Schreibratgebern dafür plädiert wird, möglichst unscheinbare Verben zu verwenden. Immerhin bilden sie die Kommunikationsbasis und gehören zum Allgemeinwissen. Missverständnisse sind da verflucht selten.

Eigentlich ist das ja ein gut gemeinter Ansatz für angehende Autoren, überhaupt erst einmal eine Geschichte bis zur Vollendung zu bringen. Eine überaus große Hürde übrigens. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass sich dieser antrainierte Minimalismus festigt und es anschließend zu keiner Weiterentwicklung der eigenen Erzählfähigkeit kommt. Das wiederum färbt irgendwann natürlich auch auf die Leserschaft ab. Mehren sich solche Geschichten auf dem Buchmarkt, reduziert sich automatisch mit der Zeit der Wortschatz der entsprechenden Zielgruppe. So kommt es dann zu folgendem Bumerangeffekt: Geschichten mit einer hohen Wortvielfalt werden als schwierig(er) lesbar empfunden – vorausgesetzt natürlich die Texte sind ansonsten einwandfrei geschrieben worden.

Aus meiner Sicht ist das ein äußerst negativer Effekt, denn jede Sprache gibt so viel her, wenn die richtigen Worte an der richtigen Stelle benutzt werden. Sie sind die Magie des Autors, um zu verzaubern und wahre Wunder zu vollbringen. Lasst dieses Talent nicht verkümmern und nutzt an passender Stelle, was die Sprache euch bietet.

Zeichnen im Auftrag: Fantasykarte

Es gibt so viele unterschiedliche Stile, dass ich mich beim Betrachten manchmal nicht entscheiden kann, welche Karte von welchem Künstler ich nun schöner finde. Das hat bei mir geradezu die Lust geweckt, das auch schaffen zu können. Allerdings war es absolut nicht leicht, meinen eigenen Stil zu finden, geschweige denn, die Techniken zu lernen. Aber … ich habe es geschafft!

Seither sind in meiner Freizeit einige Karten von meiner Fantasywelt entstanden. Fertige Karten und ausgewählte Arbeitsschritte meiner aktuellen Arbeit zeige ich gerne auf Facebook und Instagram. So kam es, dass ich mit einem Autorenkollegen Anfang Herbst 2020 ins Gespräch kam. Gebraucht wurde eine Fantasy-Karte für ein neues Projekt: Ein Fantasy-Roman. Also wurde ich gefragt, ob ich nicht vielleicht eine passende Karte zeichnen könne und was ich dafür als Bezahlung verlange.

Ich fand mich in einer komplett neuen Situation wieder. Bisher ist noch niemand auf mich zugekommen und wollte mich als Cartographer engagieren. Nach einigem Hin und Her des Überlegens willigte ich ein und wir besprachen die Details. Es sollte eine isometrische Karte passend für die Doppelseite eines Taschenbuches werden, gehalten in schwarz-weiß bzw. Graustufen.

Werdegang

Von nichts, kommt nicht. Oder wie in diesem Fall: Ohne Vorlage, keine Karte. Also bat ich um eine Skizze. Nicht jeder ist zeichnerisch begabt und das verlange ich auch nicht. Für mich ist es nur wichtig zu erkennen, was wo liegt und womit ich es zu tun habe. So erhielt ich folgende Skizze, die ich mit Erlaubnis meines Autorenkollegen für meine Schilderungen benutzen darf.

Neben dieser Skizze erhielt ich sehr viel gestalterische Freiheit. O-Ton: „Wenn du meinst, hier muss ein Berg, Wald oder etwas anderes hin, dann mach das.“ Oder anders ausgedrückt, ich durfte mich austoben und dass auch noch bei einem sehr großzügig bemessene Zeitfaktor. Ich hatte nach Auftragseingang ca. 3 ½ Monate Zeit, vermutlich sogar mehr. Das ist insofern wichtig, weil hier sehr viel zu tun war und ich dank meiner gestalterischen Freiheit das eine oder andere Mal Zwischenergebnisse weitergeleitet habe, die wir besprechen mussten. Hierfür kann einiges an Zeit ins Land gehen.

Nachstehend habe ich eine Auswahl verschiedener Ergebnisse auf dem Weg zur fertigen Karte zusammengestellt.

Wie unschwer zu erkennen ist, gibt es von Bild 1 zu 2 (oben links nach Oben rechts) einige Änderungen. Zum einen wurden sie durch meinen Autorenkollegen angeregt und zum Teil von mir. Auffallend ist auch das Farbbild (Nr. 3). Schließlich sollte es keine Farbkarte werden. Der Grund ist leicht erklärt. Ich arbeite ab dem Punkt des Schattierens gerne in Farbe. Farben erhöhen mir den Kontrast und ich kann das fertige Bild später in Graustufen umwandeln. Für mich bedeutet das weniger Aufwand und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Mir hat die Zusammenarbeit sehr viel Spaß gemacht. Ich zeichne gerne und so habe ich mir überlegt, den Auftrag als Testlauf anzusehen. Ab sofort stehe ich gerne für weitere Aufträge dieser Art zur Verfügung. Solange ich eine Vorlage bekomme, kann ich alles realisieren: Eine Weltenkarte, einen Kontinenten, Detailkarten von Gebieten oder auch eine Städtekarte. Das Ergebnis ist am Ende auf jeden Fall ein Unikat. In meinem hoffentlich noch weiter wachsendem Kartenraum sind ältere und neue Werke von mir ausgestellt.

Buchsatz: Häufige Fehltritte

In meinem letzten Beitrag habe ich mich der Wahl der richtigen Schrift gewidmet. Heute möchte ich ein paar Worte zu den Stolpersteinen fallen lassen, die einem sonst noch im Buchsatz begegnen, und davon gibt es viel, viel mehr, als so mancher denkt. Einige Stolpersteine springen einem direkt ins Auge, während andere beim ersten Hinsehen wenig auffallen. Es kommt ganz auf das eigene geschulte Auge an. An dieser Stelle behaupte ich ganz frech, dass der aufmerksame und wissende Leser sie größtenteils erkennt und dass der ungeübte Leser sie zumindest unterschwellig wahrnimmt, allerdings nicht im positiven Sinn.

Flattersatz statt Blocksatz

Mir scheint es so, als käme der Flattersatz immer seltener vor, aber immer noch zu oft. Klar, er hat den Vorteil, dass Worte, die nicht mehr in eine Zeile passen, einfach in die nächste Zeile geschoben werden. Somit lassen sich unschöne Lücken – auf die komme ich später zu sprechen – vermeiden, aber im Gegenzug sieht der Rand „angefressen“ aus. Selbst wenn man hier mit manuellen Silbentrennungen nacharbeitet, ändert sich nichts daran.

Fakt ist: Flattersatz hat in einem Taschenbuch erst einmal nichts zu suchen. Allenfalls lässt er sich als optisches Stilmittel einsetzen, dann jedoch sehr sparsam und ist nicht zur Darstellung eines ganzen Romans geeignet.

Fehlender Erstzeileneinzug

Ebenfalls auf dem Rückzug der gemachten Fehler seitens Laiensetzer ist der fehlende Erstzeileneinzug. Hierbei ist zu beachten, dass der Einzug nicht den ersten Absatz eines neuen Kapitels betrifft. Jener wird stets bündig gearbeitet. Aber alle Absätze, die danach folgen, erhalten einen Erstzeileneinzug. Seine Funktion beläuft sich auf die leichte Lesbarkeit längerer Textpassagen. Der Leser erhält so die sofort zugängliche Information, wo er eine Pause im Textfluss einlegen und ohne große Suche wieder starten kann. Auf sehr dialoglastigen Seiten mag es einem komisch vorkommen, aber wer schon einmal eine Textwand mit nur einem Absatz je Taschenbuchseite ohne Erstzeileneinzug gesehen und versucht hat, zu lesen, weiß diese Hilfe sehr zu schätzen.

Zu häufige oder seltene Absätze

Absätze erleichtern das Lesen, geben dem Auge also eine Hilfe für Ruhepausen, unterbrechen so den Lesefluss und halten die wörtliche Rede von ein und derselben Person mit eingeschobenen Handlungen zusammen. Sie werden also gezielt gesetzt und nicht immer nach gut dünken. Anfänger begehen oft den Fehler und benutzen diese Möglichkeit, um andere Fehler zu vermeiden, damit kein Schuster, keine Hure auftaucht oder die Registerhaltigkeit gewahrt bleibt. (Gleich mehr dazu.)

Herauskommen dann wahre Textwände, die am besten ohne den erwähnten Erstzeileneinzug wahrhaft erschlagend wirken, oder bei mehreren einzeiligen Sätzen den Lesefluss an den unpassensten Stellen derart unterbrechen, dass das Lesen keinen Spaß mehr macht. Und nein, solche Aussagen wie ‚Ich liebe Absätze‘ haben absolut keine Berechtigung. Es geht bei Absätzen nicht darum, ob man sie liebt, sondern um deren Funktion und sinnigen Einsatz.

Abstände zwischen den Absätzen

Bleiben wir noch kurz bei den Absätzen, denn es gibt in diesem Bereich noch einen weiteren Fehler, den Abstand dazwischen.

Es existiert genau eine Regel: Zwischen Absätzen gibt es keinen gesonderten Abstand.

Die Absätze werden durch ganz normale Zeilenabstände voneinander getrennt. Einzige Ausnahme bilden gestalterische Elemente, wenn es z. B. eine längere Rückblende gibt oder Ähnliches. In Verbindung hiermit kommen auch verschönernde Bildelemente ins Spiel.

Registerhaltigkeit

Das Wort erzeugt nicht gerade bei wenigen Leuten ein oder gleich mehrere Fragezeichen über dem Kopf. Verständlich, denn es stammt aus der Bürotätigkeit und hat etwas mit Registern zu tun: strukturell einheitlich abgelegte Akten. Gelernte Bürokaufleute kennen das Hängeregister und mit dem Bild vor Augen wird vielleicht das Wort greifbarer.

Beim Buchsatz meint man keine einheitliche Ablage, aber einheitlich gestaltete Zeilen. Die Zeilen zweier Seiten im Buch (die linke und die rechte) sollen so in der horizontalen Lage ausgerichtet sein, dass sie linear verlaufen. Das ist aber noch nicht alles. Von der Registerhaltigkeit einer Buchseite wird auch verlangt, dass jede Seite bis zur letzten Zeile beschrieben ist. Einzige Ausnahme bildet hier das Kapitelende. Alle anderen Seiten, vom Kapitelanfang bis zur einschließlich vorletzten Seite, haben bündig unten abzuschließen.

Um dieses Ziel zu erreichen und dabei andere Fehler zu vermeiden wie das plumpe Herumspielen mit zu vielen oder wenigen Absätzen, braucht es typographisches Verständnis und wie man das benutzte Programm dazu bringt, genau das zu erzeugen.

Schuster, Huren und Fliegenschiss

Wie bereits früh erwähnt gibt es immer mal wieder Schuster, Huren und Fliegenschisse in Romanen. Gemeint sind keine Schimpfworte, sondern aus dem einstigen Beruf des Setzers stammende interne Fachbegriffe für ganz bestimmte Fehlertypen. Eine Freundin, die in dem Beruf noch gelernt hat, gab mir für die ersten beiden Begriffe zwei Merksätze mit auf den Weg.

Der Schusterjunge weiß nicht, wohin er geht.

Das Hurenkind weißt nicht, vorher es stammt.

Den Schusterjungen kennzeichnet ein beginnender Absatz auf der letzten Zeile einer Buchseite. Alle anderen Sätze finden sich auf der neuen Seite wieder. So fungiert der Beginn des neuen Absatzes wie ein Einzeiler, der oft genug mitten im Satz abbricht und wegen des Weiterführens auf der nächsten Seite auch noch den Lesefluss unterbricht. Wie inzwischen bekannt sein dürfte, ist die Unterbrechung des Leseflusses nur bedingt erwünscht.

Beim Hurenkind verhält es sich umgekehrt. Hier ist die letzte Zeile eines Absatzes auf der nächsten Seite angeordnet, ehe sofort ein neuer Absatz anschließt. Auch hier gilt, was ich über den Lesefluss bereits gesagt habe. In einigen Fällen kann das Hurenkind auch zum sog. Fliegenschiss degenerieren.

Den Fliegenschiss erkennt man daran, dass nur wenige Zeichen in die letzte Zeile eines Absatzes gerutscht sind. Passieren kann das mittels Silbentrennung oder mit einem einzelnen kurzen Wort, das nur aus einer Silbe besteht. Letzteres ist meist verkraftbar, während die Trennung eines Wortes wie z. B. „wollte“ in „woll-“ und „te.“ als letztes Wort am Ende des Absatzes einfach nur grausam aussieht.

Silbentrennungen

Silbentrennungen sind an sich keine üblen Kniffe. Sie helfen insbesondere beim Blocksatz, unschöne Lücken zu vermeiden. Allerdings können sie schnell unansehnlich werden, wenn sie in Gestalt von Rudeltieren auftauchen, einen Fliegenschiss verursachen oder unschöne Wortkonstrukte hervorbringen. Ich sage nur: Ur-instinkt oder Urin-stinkt.

Betrachten wir uns einmal eine Buchseite mit den Angaben 12,5 x 19 cm Endformat und einer Zeilenanzahl um die 32. Es wären also maximal 32 Silbentrennungen möglich. Sehr sinnvoll ist das leider nicht und dennoch gibt es Kandidaten im Buchsatz, die 5 und mehr in Reihe geschaltet haben, egal, ob noch weitere auf der gleichen Seite auftauchen oder es sich hierbei um die einzigen handelt. Silbentrennungen unterbrechen nicht nur den Lesefluss, sie sehen ab einer gewissen Anzahl auch echt scheiße aus. Wer es auf die Spitze treiben möchte, produziert dazwischen auch noch einen Gedankenstrich am Ende der Zeile. Die optische Katastrophe ist dann komplett.

Also Augen auf im Umgang mit Silbentrennungen! Es sollten nicht zu viele auf einer Seite vorkommen. In dem von mir erwähnten Beispiel mit 32 Zeilen sind 5 bis maximal 8 Trennungen (persönliche Empfehlung) durchaus akzeptabel. Weniger sind natürlich zu priorisieren.

Lücken im Text

Auf den Stichpunkt haben wohl schon einige gewartet. Ja, das ist der weit bekannte Klassiker unter den Fehltritten im Buchsatz. Besonders häufig tauchen (große) Lücken bei langen Worten innerhalb einer Zeile auf. Aber auch bei vielen kleinen bis mäßig langen Worten kann es zur Lückenbildung kommen. Wie man sie bereinigt, ist situationsbedingt, hängt also vom Text selbst ab. Silbentrennungen sind eine Möglichkeit, Spationierung eine andere. Gelegentlich hilft auch das Verschieben eines Absatzes. Und wenn all das nichts bringt, muss man sich fragen, ob man nicht doch das eine oder andere Füllwort (falls vorhanden) streicht oder den Satz umstellt oder leicht umschreibt. Bevor jedoch neu geschrieben oder umgestellt wird, gilt es, alle anderen Kniffe auszuprobieren. Denn für gewöhnlich wird der Buchsatz erst angegangen, wenn Lektorat und Korrektorat erfolgt sind. Derartige Eingriffe besitzen ein sehr hohes Fehlerpotential.

Schlusswort

Es gibt durchaus noch mehr Fehler, die man beim Buchsatz im gesamten Werk hervorbringen kann. Aber diese Übersicht soll erst einmal genügen, da alleine diese Fehlerquellen einem Setzer schon viel Können – im Umgang mit der richtigen Software – typographisches Wissen sowie ein geschultes Auge abverlangen.

Buchsatz ist nichts, was sich im Vorbeigehen einfach so erledigen lässt, erst recht nicht mit Templates wie sie z. B. von BOD oder anderen Quellen kostenfrei bereitgestellt werden. Solche Templates (z. B. die allseits bekannten Worddokumente) haben nur gewisse Grundeinstellungen, die an das Format geknüpft sind. Darunter fallen das Format selbst (z. B. 12,5 x 19 cm), die Ränder, Aufbau des Buchblockes/Innenlebens, Durchnummerierung der Seiten usw.

Warum wird dann so ein Hilfsmittel bereitgestellt?

Nun die Antwort ist simpel, auch wenn sie dem einen oder anderen jetzt sauer aufstößt. Nehmen wir einmal BOD. BOD ist ein Dienstleister und die Templates eine Seviceleistung, um dem Kunden eine schnelle Veröffentlichung zu ermöglichen, weil dessen Kenntnisse im Umgang mit gewissen Programmen nicht ausreichen. Templates sind ein Marketing-Werkzeug gedacht zur Kundenbindung und nicht, um einem den Buchsatz zu ermöglichen. So einfach ist das.

Wen ich mit dieser abschließenden Antwort nicht verprellt habe, ist herzlich eingeladen, sich auch den abschließenden Artikel durchzulesen, sobald jener erschienen ist. Thematisch wende ich mich dann den Setz- und Schreibprogrammen zu.

Welche Schrift ist geeignet?

Eine essentielle Frage, wenn es darum geht, ein Buch zu setzen. Der ganze Satz steht und fällt mit einer Antwort darauf. Aber auch Schriftgröße und Zeilenabstand sind eng mit dieser Entscheidungsfrage verknüpft. Gemeinsam bilden diese drei Komponenten ein hoffentlich ansehnliches Textbild. Bevor ich anhand eines Blindtextes einige Beispiele anführe, möchte ich kurz aufzählen, worauf es bei der Auswahl der richtigen Schrift in der Belletristik ankommt.

Serifen

Serifen erkennt man an den Linien am Buchstabenende, die quer zur Grundausrichtung verlaufen, z. B. hier beim T. Sie haben die Eigenschaft, das Auge beim Lesen unbewusst zu führen, weshalb sie auf diese Weise den Lesefluss begünstigen. Das ist ein sehr hilfreiches Element in der Belletristik, denn nichts ist schlimmer für den Leser, als aus dem Lesefluss gerissen zu werden. Natürlich gibt es noch mehr Möglichkeiten, die den Lesefluss unterbrechen, aber mit Serifenschriften lässt sich dieser eine Stolperstein schon einmal aus dem Weg räumen.

Kursivschrift

Nicht immer verfügt eine Schrift auch über ein in kursiv gestaltetes Pendant. Hiermit ist nicht einfach die Formatierung „kursiv“ gemeint, die in allen Textverarbeitungsprogrammen standardmäßig enthalten ist (siehe z. B. Word oder Papyrus). Diese Funktion sorgt nur dafür, dass Buchstaben schräg gestellt werden. Schriften, die also nicht über eine eigene Kursivschrift verfügen, sehen in dieser Formatierung oftmals unschön aus. Es gibt wenige Gründe in der Belletristik, die Kursivschrift anzuwenden, aber sobald das geschieht, ist sie eine echte Bereicherung, weil sie sich natürlich liest, elegant aussieht und nicht wie der schiefe Turm von Pisa. Manchmal gilt es aber auch einfach abzuwägen, ob der Nutzen einer integrierten Kursivschrift ausreicht, eine ansonsten andere Wahl ohne Kursivschrift zu verwerfen, die jedoch für den Text an sich besser geeignet ist.

Textunterstützend

Eine Schrift sollte immer so gewählt sein, dass sie den Text sich entfalten lässt, ohne selbst im Vordergrund zu stehen. Es gibt wunderschön verschnörkelte und verspielte Schriften. Leider lenken sie ab einem gewissen Grad der künstlerischen Darbietung vom Lesen ab. Aus dem Grund sind solche Schriften, gerne auch serifenlose, eher für Überschriften geeignet, sofern sie zum Genre passen. Im Genre Romance wird damit gerne gespielt, ebenso mit sehr aufwendig dargestellten Initialen, das sind die übergroßen Buchstaben am Anfang eines Kapitels. Sie werden auch Schmuckinitialen genannt.

Auswahl klassischer Serifenschriften in der Belletristik

Nachstehend sind die Schriften Palatino Linotype, Georgia, Garamont, Goudy Old Style im Vergleich zueinander und auch zur immer noch oft verwendeten Times New Roman dargestellt. Letzteres ist übrigens ein No-Go, aber sie erfreut sich anscheinend noch großer Beliebtheit unter eher unerfahrenen Selfpublishern. Der Grund mag darin liegen, dass diese Schrift sehr eng gefasst ist und sich daher auch überaus gut für den Zeitungsdruck eignet, wofür sie ursprünglich mal entworfen wurde. Wenig beanspruchter Platz spart Seiten und die kosten Geld. Die Rechnung ist simpel, geht jedoch zu Lasten der Lesbarkeit. Times New Roman ist zwar eine Serifenschrift, aber durch ihre sehr eng stehenden Buchstaben unschön fürs lange Lesen. Kurz gesagt: Times New Roman ermüdet die Augen. Die anderen ausgewählten Schriften sind auf jeden Fall ausladender, aber mit dem richtigen Buchsatz lässt sich hier viel herausholen, ohne dabei den Lesefluss anzugreifen oder hohe Kosten in Form von vielen Seiten zu produzieren.

Kommen wir nun zu den Schriftbeispielen anhand eines Blindtextes (Quelle: https://www.lustigonline.de/blindtext/).

Wie bei diesen Beispielen zu sehen ist, unterscheidet sich das Schriftbild grundlegend und verdeutlicht zugleich das Zusammenspiel von Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstand. Je nach Wahl der Schrift müssen die letzten beiden Komponenten des Schriftbildes noch angepasst werden.

Garamont ist mit ihren 11pt zu klein für einen Druck und es müsste auch noch der Zeilenabstand vergrößert werden, auf schätzungsweise 1,2 oder 1,3 bei einer Schriftgröße von 11pt.

Georgia dagegen sähe in Schriftgröße 10pt besser aus. Den Zeilenabstand könnte man so lassen bzw. minimal vergrößern. Auch Palatino Linotype eignet sich für den Druck in Schriftgröße 10pt, aber auch in 10,5 oder maximal 11. Sehr positiv im Hinblick auf die Kursivschrift fallen Garamont und Goudy Old Style auf. Hier sieht man, dass sie nicht nur kursiv gestellt werden. Bis auf Times New Roman eignen sich aber auch die anderen Schriften noch für die Nutzung dieser Formatierung.

Ich hoffe, der Einblick in das Zusammenspiel von Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstand war interessant, lehrreich und hat das Verständnis für den Buchsatz ein bisschen verbessert. Denn die Klärung der Frage, Welche Schrift ist geeignet?, bildet das Grundgerüst für den Buchsatz, ohne das die Layout bestimmenden Faktoren wie Format, Seitenränder und Bundsteg nicht auskommen und das anschließende Feintuning nicht anlaufen kann.

Was ist Mainstream?

Diese Frage werden sich vermutlich schon einige von euch gestellt haben. Immerhin bezeichne ich meine Bücher, meine Geschichten, als non-Mainstream. Eine wortwörtliche Übersetzung, der Begriff entstammt dem Englischen, hilft leider nicht weiter. Mit „Hauptströmung“ lässt sich in der Bücherwelt wenig anfangen, wenngleich es schon ein kleiner Fingerzeig ist. Mainstream ist vielmehr als kultureller Geschmack einer breiten Masse zu verstehen oder kurz gesagt Massenkultur.

Woran erkennt man Mainstream?

Gute Frage und zugleich eine sehr wichtige. Es gibt eine Reihe an Punkten, die einem helfen, ein Werk als Mainstream oder non-Mainstream einzuordnen. Geschichten sind allgemeinhin in Genre und Subgenre unterteilt. Einige Genre sind bei der breiten Masse richtig gefragt, während andere nur wenig gelesen werden. Das ist schon einmal ein guter Indikator dafür, es mit einem Mainstreamwerk zu tun zu haben, aber noch längst kein Beweis. Es lohnt sich daher, genauer hinzusehen.

Massentaugliche Geschichten besitzen ähnliche Erzählstrukturen, Abläufe, Handlungen, Charakterprofile und Charakterkombinationen. Es gibt also ein Schema F, nach dem sog. Mainstream-Autoren schreiben, weil diese Art der Geschichte gut bei den Lesern ankommt. Es wird also der Lesegeschmack einer breiten Masse bedient. Anders als bei einem kurzfristigen (Mode) Trend kann sich der Mainstream in der Bücherwelt lange konsequent halten.

Sehr oft bereitet ein Hype einem Werk den Weg in den Mainstream. Spätestens wenn andere Autoren ähnliche Werke veröffentlichen, weil das Ursprungswerk eingeschlagen hat wie eine Bombe, ist das ein sicheres Zeichen für den Mainstream. Handlung, Ablauf der Geschichte und die Charaktere variieren zwar, aber nur im engen Rahmen und besitzen eine unverkennbare wiederkehrende Ähnlichkeit, die die breite Masse an Lesern anzieht, sogar genreübergreifend.

Was unterscheidet den Mainstream vom non-Mainstream?

Individualität findet sich im Mainstream so gut wie nie und wenn dann in so geringen Mengen, dass es nicht zum Alleinstellungsmerkmal taugt, um sich von der breiten Masse abzuheben. Das aber wäre nötig, um die Grenze zu durchbrechen. Wenige Autoren gehen gerne das Risiko einer zu starken Abwandlung oder gar einer kompletten Neukreation ein. Leser sind Gewohnheitsmenschen, das muss man sich eingestehen und akzeptieren. Nicht umsonst haben es neue Genre oder gar Genremischungen schwer am Buchmarkt Fuß zu fassen. Leser von etwas Neuem zu überzeugen, ist schwer. Wenn das aber gelingt, kann daraus eine gut belesene Nische werden oder sogar mehr. Da steckt man nicht drinnen. Ein großes Hindernis ist natürlich der Lesegeschmack. Sind die Vorlieben der breiten Masse in einer Neukreation zwar bedient, aber zusätzlich mit Elementen verknüpft, die sie nicht oder kaum annehmen, kann ein Autor oder die Werbung zum Werk noch so grandios sein. Das Buch wird es schwer haben und nicht zum Mainstream zählen.

Gibt es Autoren, die bewusst non-Mainstream schreiben?

Ja, natürlich. Dafür gibt es unterschiedliche Motive. Für mich war das eine bewusste Entscheidung. Ich wollte mit meinen Geschichten und dem Setting dahinter hervorstechen, nicht gewöhnlich sein und etwas Neues bieten, zeigen, dass es mehr gibt, als auf dem Buchmarkt existiert. Fantasy ist ein so wunderbares Genre, grenzenlos an Möglichkeiten, ein riesiges Gebiet, um sich als Autor auszutoben, seiner Vorstellungskraft freien Lauf zu lassen. Ich wollte nie in einer kleinen und exakt abgesteckten Bubble sitzen.

Außerdem kann ich nicht nach dem Geschmack anderer Leute schreiben. Ich schreibe, was mich interessiert, wie ich Geschichten liebe. Das fühlt sich für mich viel besser an, als wenn ich mich verbiegen müsste. So erreiche ich sicher nicht viele Leser, aber die, die ich erreiche, bei denen kann ich zu 90% sicher sein, den gleichen Lesegeschmack getroffen zu haben. Es gibt nämlich nicht wenige Leser, die nach einer gewissen Zeit gesättigt sind vom Mainstream und dann nach Abwechslung suchen, entweder zeitweilig oder auf Dauer. Einige davon finden ihren Weg zu mir. Ihr esst auch nicht jeden Tag das gleiche Gericht, oder?

Was ist nun besser: Mainstream oder Non-Mainstream?

Das kann ich beim besten Willen nicht sagen, da mit der Entscheidung immer der persönliche Lesegeschmack einhergeht. Ich empfinde Mainstream als langweilig und vorhersehbar, weil Mainstream – siehe weiter oben – einen schematischen Aufbau besitzt. Ich möchte aber Überraschungen, Spannung, Neues erleben und entdecken. Dabei darf es gerne auch eine Liebesbeziehung geben, ich komme aber auch gut ohne klar und oftmals ist mir das sogar lieber, weil Liebesgeschichten als überaus mainstreamig (fast) überall eingebaut werden. Gut, ich habe auch eine in meinen Geschichten eingebaut, doch die kommt nur am Rande vor und dient meinen Protagonisten als zusätzlicher Motivationsschub, hat also eine richtige Funktion in meinem Plot. Außerdem ist der Rest vom Setting so sehr abseits vom Mainstream, dass ich mir diesen Luxus einfach gegönnt habe.

Zum Abschluss meines Artikels möchte ich noch ein Beispiel hervorkramen, das jeder kennt:
Harry Potter.

Als damals Harry Potter rauskam, habe ich die Bücher gerne gelesen. Heute zählt Harry Potter tatsächlich zum Mainstream. Das sieht man daran, dass Autoren mit ähnlich gestrickten Werken nachgezogen sind und die sich relativ gut verkauft haben und es teilweise noch tun. Aber sie reichen meiner Meinung nicht an das Original heran. So ist das übrigens mit vielen „Nacheiferern“ und anhand dieses Beispiels sieht man sehr schön, dass ein kreatives Werk, das zuvor niemand wollte, mit der Zeit einen neuen Mainstream begründen kann und von Kopien unerreicht bleibt. Insofern denke ich, lohnt es sich nur bedingt, auf den fahrenden Zug aufzuspringen, und ist wohl nur für diejenigen lukrativ, die gewisse Vorgaben beim Schreiben brauchen und im Jahr eine gewisse Anzahl an Werken abliefern müssen. Für wahre Kreativbomben unter den Autoren ist Mainstream eher weniger geeignet.

Wann ist es Zeit für das Lektorat?

Die Frage stellen sich wohl so einige Autoren. Tatsächlich ist sie aber nicht ganz so leicht zu beantworten. Für gewöhnlich sagt man: Sobald das Manuskript fertig geschrieben ist. Allerdings existiert ein riesengroßer Unterschied zwischen einfach heruntergeschrieben und korrigiert geschrieben.

Jeder Autor arbeitet anders. Einige nutzen ihren Flow und sind innerhalb weniger Wochen mit einem 300 Seiten Taschenbuch fertig, während andere deutlich langsamer sind, immer mal wieder das bisher Geschriebene gegenlesen und korrigieren. Fakt ist: Beim gewöhnlichen Herunterschreiben ist ein Manuskript gespickt von Fehlern aller Art. Da kann der Autor noch so aufgepasst haben. Genau diese Manuskripte gehören jetzt noch nicht ins Lektorat.

Wieso denn nicht? Wozu sind Lektoren und Korrektoren sonst da?

Nun, Lektoren und auch Korrektoren sind zwar dafür da, Texte rundzuschleifen und Fehler auszumerzen. Aber je mehr Arbeit auf sie zukommt, umso höher sind Zeit- und Arbeitsaufwand, was sich später in den Kosten niederschlägt. Jeder Autor ist daher gut beraten, selbst sattelfest in Rechtschreibung, Grammatik und Co. zu sein.

Wozu braucht es dann noch einen Lektor/Korrektor? Da kann ich es auch gleich selber machen!

Das ist zu einfach gedacht. Nach einer gewissen Zeit wird man textblind. Sogar Lektoren/Korrektoren passiert das nach dem x. ten Mal Durchlesen desselben Manuskripts. Schuld ist die Funktionsweise unseres Gehirns, das man hin und wieder zwar mit ein paar Kniffen austricksen kann, jedoch nicht immer und überall. Unser Gehirn hat eine sog. Autokorrektur, die sich auf das Auge überträgt. Unwillentlich überlesen wir daher Fehler oder können sogar einen Text mit haufenweise verdrehten Buchstaben noch entziffern, solange bestimmte Schlüsselpositionen unverändert mit dem richtigen Buchstaben besetzt sind. Natürlich leidet dann der Lesefluss, das Lesen ermüdet und nervt auf jeden Fall mit der Zeit. Aus diesen und anderen Gründen ist es daher angeraten, Texte so fehlerfrei wie nur möglich zu gestalten. Das gilt für inhaltliche und formelle Fehler.

Daher ist es auch für Autoren unerlässlich, so sauber zu arbeiten, wie es für sie machbar ist. Vor Textblindheit ist keine Seite geschützt, aber ein hohes Maß an Sorgfalt beim Schreiben ist einer der Grundsteine für ein gutes Werk. Abgesehen davon wird sich sauberes Schreiben auch am Geldbeutel bemerkbar machen.

Zudem erleichtert es die Arbeit des Lektors ungemein, wenn er nicht an jedem 2. Satz wegen irgendwelchen Unstimmigkeiten oder Fehlern hängenbleibt. Manuskripte, die von Anfang an fehlerfreier sind als andere, kosten nicht nur weniger, sie sind auch bei weitem schneller abgearbeitet. Und das – liebe Autoren – erlaubt es euch, eine Veröffentlichung vielleicht vorzuziehen oder auch kurzfristig beim Lektor eures Vertrauens anzufragen, ob er/sie denn Zeit für euch hat.

In jedem Fall gilt aber: Lasst vorher eine Probearbeit machen, egal ob für ein Lektorat oder Korrektorat.

Wechsel zu Tolino Media

Wer meine Beiträge auf Facebook und Instagram der letzten Zeit mitverfolgt hat, wird wissen, dass ich einen schweren Schritt unternommen habe. Ich habe neobooks den Rücken gekehrt und mich letztlich für Tolino Media entschieden. Was zu dieser Entscheidung geführt hat, möchte ich euch in diesem Blogartikel erklären. So trivial ist das nämlich nicht und leicht fiel mir nach meinen letzten Erfahrungen mit neobooks die Entscheidung auch nicht.

  • Transparenz in der Honorar-Berechnung
  • Zügige Abrechnung (vom Vormonat)
  • Auslieferung an die großen Onlineshops
  • Belieferung von Onleihe und Flat-Rate-Plattform
  • Pflichtexemplar für die DNB
  • Übersichtliches und modernes Dashboard
  • Höhere Marge

Transparenz in der Honorar-Berechnung

Dieser Punkt war mir besonders wichtig, alleine schon, weil ich wissen will, wie viel ich neben den normalen Verkäufen theoretisch verdienen kann, da ja nicht nur Onlineshops als Vertriebsweg auswählbar sind. Bei neobooks gibt es diese Möglichkeiten zwar auch, aber sie halten sich sehr damit zurück, wie das Honorar für den Autor berechnet wird. Das ist bei Tolino-Media anders. Ich kann sogar anhand von Rechenbeispielen genau nachvollziehen, wie sich meine Marge berechnet. Der Support bei neobooks ist auf mehrmaliges Nachfragen nur schwer dazu in der Lage und wimmelt einen gerne ab.

Zügige Abrechnung

Hier lässt sich Tolino Media nicht lange bitten. Genau wie bei Amazon, wird für den jeweiligen Vormonat abgerechnet. Kein Wunder, ist Amazon ja der direkte Konkurrent oder wie man auf dem Markt diplomatisch sagt „Mitbewerber“.

Ich erhalte also die Abrechnung für Dezember schon im Januar und nicht wie bei anderen Distributoren (neobooks oder bookrix) erst im Februar. Natürlich gibt es auch eine Auszahlungsgrenze (20,- €) aber die ist in Ordnung, weil relativ schnell zu erreichen.

Auslieferung an die großen Onlineshops

Genau um die geht es mir. Sie bilden in der Summe ein doch recht großes Stück vom Marktkuchen, auch wenn Amazon als gewaltiger Riese dagegen steht. Ausklammern kann man Amazon von der Belieferung nicht, weil … ihr habt es vielleicht schon erraten … Amazon von Tolino Media nicht beliefert wird. Der Konzern ist schließlich der Konkurr … äh … größte Mitbewerber auf dem Buchmarkt. Ist doch klar, dass der nicht beliefert wird. Das kann ich aber nach wie vor selbst erledigen. Zu den belieferten Onlineshops zählen dagegen:

  • Thalia
  • Weltbild
  • Hugendubel
  • Bücher.de
  • eBook.de
  • Osiander.de
  • Mayersche
  • meine Buchhandlung

Kobo ist leider nicht aufgezählt, aber der Onlineshop bietet Autoren die Möglichkeit an, ihn selbst zu beliefern. Ob ich das auch noch angehe, wird sich zeigen. Ich bin mit der Aufstellung oben erst einmal ganz zufrieden.

Belieferung von Onleihe und Flat-Rate-Plattform

Ja, ihr lest richtig. Es sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Zum besseren Verständnis habe ich euch den passenden Textauszug aus den FAQ bei Tolino-Media kopiert. Dort findet ihr auch ein transparentes Rechenbeispiel. Das Autorenhonorar ist bei gleichbleibendem Verkaufspreis nur minimal kleiner, weil noch eine gesonderte Gebühr abgezogen wird.

Wählen Sie auf der Vertriebskanalseite die Bibliotheksoption aus, stellen Sie Ihr Buch der Onleihe der Firma DiviBib zur Verfügung (www.onleihe.net). Büchereien im In- und Ausland können für ihre digitale Bibliothek, die sie ihren Kunden anbieten, bei der Onleihe Exemplare eines Titels einkaufen (ein sogenannter Lizenzkauf). Hat eine örtliche Bücherei oder Bibliothek eine Lizenz eines Titels erworben, kann das eBook fortan von den Kunden der Bibliothek ausgeliehen werden.
Der Ausleihvorgang ist vergleichbar mit dem Ausleihen eines gedruckten Buchs: Möchte eine Bibliothek ein Buch beispielsweise fünfmal gleichzeitig zur Ausleihe anbieten, muss das Buch auch fünfmal zum Ausleihen in der Bibliothek vorhanden sein. Auf eure eBooks übertragen bedeutet das, dass die Bibliothek entsprechend auch fünf Lizenzen eines eBooks erwerben muss.

(Quelle: https://www.tolino-media.de/hilfe/faq/#was-ist-die-onleihe-divibib-ekz-und-was-gibt-es-bei-der-auslieferung-zu-beachten)

Skoobe dürfte einigen ein Begriff sein. Es ist eine Plattform, die nach dem klassischen Flat-Rate-Modell aufgebaut ist, ähnlich wie Kindle Unlimited von Amazon. Wer es genauer wissen möchte, auch hinsichtlich der Preisgestaltung, darf nachstehenden Link gerne benutzen. https://www.tolino-media.de/hilfe/FAQ/#was-ist-skoobe-und-was-gibt-es-bei-der-auslieferung-zu-beachten

Pflichtexemplar für die DNB

Die Ablieferung des Pflichtexemplars ist ein großer Pluspunkt, auch dass man sich aktiv dafür entscheiden muss, damit Tolino-Media sofort von sich aus handelt. Bei neobooks und Co. bin ich mir jetzt nicht sicher, ob sie das von sich aus machen oder erst reagieren, wenn die DNB sich regt.

Ein Manko hat das Ganze aber trotzdem. Dieser Vorgang ist nur 1x möglich. Wird ein eBook öfters aktualisiert, dann erhält die DNB keine weiteren Exemplare, nach der in Auftrag gegebenen Übermittlung des Pflichtexemplars. Aber das ist kein Weltuntergang. Jeder Autor kann das auch manuell übernehmen. Wie das abläuft, erklärt die DNB auf Anfrage.

Übersichtliches und modernes Dashboard

Das bekommt man natürlich nur zu Gesicht, wenn man sich registriert und einloggt. Ich kann es jedem nur empfehlen, zumal damit keinerlei Pflichten oder Kosten verbunden sind. Schaut es euch selbst an. Ich bin von der Aufmachung sehr angetan. Sie verspricht höchste Transparenz auf einen Blick, nicht zu vergleichen mit der von neobooks oder bookrix, wo ich mich ebenfalls im Hintergrund vor kurzem rumgetrieben habe, um mir einen Überblick zu verschaffen.

Höhere Marge

Dieser Punkt sowie keine Vertragslaufzeit, keine anfallenden Kosten und das jederzeit Änderungen am ebook möglich sind, sind für mich neben der Transparenz sehr wichtige Entscheidungsgründe gewesen. Dadurch, dass Tolino Media die großen Shops vorrangig bedient, hängt niemand mehr dazwischen, wenn es um die Abrechnung geht. Das ist bei neobooks anders gewesen. Dort konnte man entweder Amazon oder Tolino Media von einer Belieferung ausschließen.

Das bedeutet im Klartext: Neobooks liefert die eBooks an Tolino Media (wenn nicht ausgeschlossen) und von dort gelangen sie in die angeschlossenen Onlineshops. Jedem sollte klar sein, dass Tolino Media sich bei Erlösen vorab auch bedient, den Rest an neobooks weiter leitet und dann noch einmal 30% einbehalten werden und die letzten 70% an den Autor gehen. Diese Vorgehensweise schmälert natürlich das Autoren-Honorar. Ergo habe ich bei realisierten Verkäufen durch Tolino Media automatisch mehr Geld in der Tasche.

Allerdings sollte man genau hinsehen, ab wann man bei Tolino Media auch die 70% Erlös bekommt, mit der sie werben. Da verhält es sich ähnlich wie bei Amazon. Titel mit einem VK von unter 2,99 € bringen dem Autor nur 40% Erlös ein, bei Amazon sind es sogar bloß 35%. Hier sieht man sehr schön, dass Tolino Media seinen Mitbewerber Amazon stark im Auge behält. Man sollte jetzt aber nicht den Fehler machen und denken, sie hätten abgekupfert. Hinter Tolino Media steht eine eigene Strategie, die sich besonders im Ranking der belieferten Shops zeigt. Machen wir einmal einen kurzen Ausflug dorthin. Ist zwar gerade nicht mein vorrangiges Thema, aber es passt durchaus hierhin.

Das Ranking-System von Thalia und Co.

Jeder weiß, dass die großen Onlineshops vor allem Verlagstitel verkaufen und die stehen in der Gesellschaft sehr oft noch für Qualität, obwohl auch die in den letzten Jahren mehr und mehr nachgelassen hat. Bei Thalia z. B. gibt es eine Kategorie namens Self-Publishing (nach Genre unterteilt) nur für SP-Titel. Das erhöht die Sichtbarkeit für Selfpublisher, so deren Aussage. Oberflächlich betrachtet mag das genau den gegenteiligen Anschein erwecken. Nicht gerade wenige Autoren fühlen sich in die hinterste Ecke geschoben. So einfach ist das aber auch wieder nicht.

Werfen wir mal einen Blick auf die Mechanismen, die das Ranking bei Thalia und Co. bereithält. Einen ausführlichen Beitrag dazu findet ihr hier (https://blog.tolino-media.de/2020/01/bestseller-listen-und-trenddaten-ein-ueberblick/). Der Punkt auf den es ankommt ist der Umsatz. Amazon dagegen gewichtet nach Absatz und einigen anderen Faktoren. Das bedeutet:

Je teurer ein Buch ist, umso mehr Umsatz (Cash/Kohle/Zaster) kommt dabei herum.

So kann ein teures Buch bei Thalia und Co. trotzdem oben im Ranking stehen, wenn es nicht so oft verkauft wird, als ein deutlich günstigeres Buch. Letzteres überholt erst, wenn die Verkäufe den Umsatz des zum Vergleich stehenden teuren Buches toppen oder die anderen Einflussfaktoren begünstigend einwirken.

Jetzt sind die eBooks von Verlagen fast immer genauso teuer wie ihre Print-Ausgabe. Es dürfte wohl einleuchten, weshalb das so ist, wobei das nicht der einzige Grund ist, aber doch ein entscheidender. Auf diesem Weg sichern sich Verlage die Verkäufe, weil sie noch immer über ein deutlich positiveres Emage verfügen als Selfpublisher, welches zwar seit Jahren steigt, aber es herrscht noch ein spürbares Ungleichgewicht zu Lasten der SPler vor.

Genau dieser Knackpunkt sorgt dafür, dass SP-Titel im direkten Wettbewerb bei den Tolino-Media-Shops schlechter abschneiden. In ihrer eigenen Kategorie sind sie jedoch unter sich und auch Kunden wissen, was diese Kategorie „Selfpublisher“ für sie bereithält. Gezieltes Suchen ist hier das Stichwort.

Es ist in meinen Augen ein wohlgemeinter Kompromiss, der aber leider nicht die gleiche Qualität mit sich bringt, wie es bei Amazon der Fall ist. Aber hinsichtlich der Ranking-Mechanismen das beste, was machbar war, schätze ich. Wer diese Spielregeln kennt, kann überlegen, sie für sich zu nutzen, sie in sein Marketing einbauen.

Was also müsste man tun, um das Ranking für sich zu nutzen?

Das Problem ist die Preisgestaltung vieler Selfpublisher. Wir alle kennen die Strategie mit 99 ct Titeln auf den Markt vorzustoßen, um sich Sichtbarkeit zu verschaffen. Im Marketing ist diese Vorstoß-Taktik ein alter Hut, aber auf Amazon zuweilen sehr erfolgsbehaftet, im Gegensatz zu den Tolino-Media-Shops. Woran das liegt, wisst ihr ja nun. Da hilft dann auch nicht mehr die Kategorie „Self-Publisher“, weil auch dort das Rankingsystem nach Umsatz gewichtet. Teurere SP-Titel haben also die Nase vor den 99 ct Titeln ihrer Kategorie vorne, müssen aber im Shop noch immer mit Verlagstiteln konkurrieren.

So entsteht ein Teufelskreis, den man jedoch durchbrechen kann, indem man seine eigenen Preise anhebt.

Klingt so simpel, hat aber auch wieder gravierende Auswirkungen. Im Marketing gilt nämlich:

Steigt der Preis, schwinden die Kunden.
Sinkt der Preis, kommen die Kunden.

Hier ist eine ausgefeilte Marketing-Strategie (abgestimmt auf USP, Qualität, Zielgruppe usw.) mitunter das A und O und selbst dann gibt es keine Garantie auf Erfolg. Es wird jeder Selfpublisher für sich herausfinden müssen, was besser passt: Amazon mit seiner KU und der Möglichkeit auf den All-Star-Bonus oder Tolino Media mit seiner Marktfülle (was Amazon ohne KDP select ja nicht ausschließt) und einer sehr wahrscheinlich anders gelagerten Kundschaft und Skoobe sowie die Onleihe als Gegenstück zur KU.

Ich bin in der glücklichen Lage auf beides nicht verzichten zu müssen. Während meine Sammelbände weiterhin bei Amazon in der KU zu finden sind, werden die Episoden-Titel meiner Highfantasy-Serie über Tolino Media vertrieben werden und sind nebenbei auch ganz normal bei Amazon erhältlich. Zudem nutze ich Skoobe, was mir erlaubt, auch meine Episoden im Flat-Rate-Modell anzubieten, nur halt an anderer Front. Ob mir die Onleihe etwas einbringt, kann ich jetzt noch nicht sagen. Immerhin sind es hier Bibliotheken die Lizenzen einkaufen und die sind zumeist noch konservativer eingestellt als der gewöhnliche Buchhandel.

Den von mir in die Wege geleiteten Spagat schafft bei Weitem nicht jeder und auch ich muss zusehen, ob das auf Dauer den gewünschten Erfolg einbringt. Aber meine Zielgruppe ist klein und ich möchte sie nicht künstlich schmälern, indem ich mich ausschließlich an Amazon binde.

Die Zeit wird zeigen, ob die Entscheidung richtig war. Wenn Interesse besteht, werde ich gerne den einen oder anderen Erfahrungsbericht zur Zusammenarbeit mit Tolino Media verfassen.

Was ist der Buchsatz?

Was ein Lektorat oder ein Korrektorat ist, bedarf seltener einer Erklärung als die Erwähnung des Buchsatzes. Alleine das Wort wirft bei vielen Fragen auf. Also klären wir dessen Bedeutung und den Zusammenhang zum Buchaufbau.


Der Buchsatz beginnt beim Buchaufbau

Unter dem Buchsatz versteht man das Layout des Werkes zwischen den Buchdeckeln – dem Cover auf  Vorder- und Rückseite. Dabei unterscheidet man zwischen dem groben Buchaufbau und der feineren Darstellung des darin abgelegten Textes. Zum Aufbau gehören:

  • Titelei (Schmutztitel, Vakatseite(n), Titelblatt und Impressum)
  • Inhaltsverzeichnis
  • Text
  • Anhang

Bei der Titelei kann es zu Abweichungen des verlagsgeprägten Aufbaus (siehe Aufzählung) kommen. Es können – aber müssen nicht – mehrere Vakatseiten verwendet werden. Sie dienen der Platzierung von Widmung, Vorwort usw.

Bei der Titelei kann es zu Abweichungen des verlagsgeprägten Aufbaus (siehe Aufzählung) kommen. Es können – aber müssen nicht – mehrere Vakatseiten verwendet werden. Sie dienen der Platzierung von Widmung, Vorwort usw.

Dagegen ist das Impressum ein gesetzlich vorgeschriebenes Element (§5 TMG). Das Gesetz regelt jedoch nicht dessen Platzierung. Es ist also legitim, das Impressum auch ans Ende des Buches in den Anhang zu setzen.

Das Inhaltsverzeichnis ist in der Belletristik nicht zwingend notwendig, es erleichtert jedoch dem Leser die Orientierung und wird am besten nachfolgend zur Titelseite platziert. Bis zu Beginn des ersten Kapitels, das stets auf einer ungeraden Seite anfängt, tragen die Seiten davor keine Seitenzahl.  Man sagt auch, sie besitzen keine Paginierung oder sind nicht paginiert. Trotzdem werden sie gezählt, sodass mit der ersten Seite des ersten Kapitels die Paginierung nicht mit Null beginnt.

Im Anhang finden sich dagegen meist Quellenangaben, Werbung (siehe Belletristik), ein Nachwort usw. 


Das Herzstück eines Buches

Im Vergleich zum eigentlichen Text sind Titelei und Anhang weniger aufwendig in der Arbeit. Um den Text in eine ansprechende Leseform zu bringen, bedarf es mehr als der einfachen Formatierung von Schriftgröße, Zeilenabstand und Platzierung des Textes auf einer Seite. Achtgeben muss man auf folgende Faktoren:

  • Passende Schriftart und -größe
  • Zeilenabstand
  • Textlücken
  • Registerhaltigkeit der Zeilen, bündig abschließend/spiegelgleich
  • Vermeidung von Formatierungsfehlern, wie
    • Unvorteilhafte Seitenränder
    • Falsche Ausrichtung vom Text, richtig wäre der Blocksatz
    • Eingerückte erste Zeile eines jeden Absatzes; Ausnahme ist der erste Absatz eines neuen Kapitels
    • Keine Leerzeilen zwischen unterschiedlichen Absätzen
    • Hurenkinder
    • Schusterjungen
    • Fliegenschiss
    • Mehrfach aufeinanderfolgende Leerzeichen
    • Fehlende Leerzeichen
    • falsch verwendete Punkte, z. B. drei aufeinanderfolgend als Auslassungszeichen
    • Anzahl und Art von Silbentrennungen
    • Gleichmäßig bündig abschließender Text auf den Seiten; Ausnahme ist die letzte Seite eines Kapitels

Wie anhand der Aufzählung zu sehen ist, gibt es sehr viele Fallstricke und das sind noch nicht einmal alle, über die man beim Setzen eines Buches stolpern kann. Es ist eine Arbeit, die noch immer per Hand ausgeführt wird, zwar mit Unterstützung verschiedenster Programme, aber eben nicht automatisch. Zudem ist sie je nach Buchumfang durchaus zeitaufwendig. Es lohnt sich jedoch, diesen Arbeitsschritt akkurat auszuführen oder ausführen zu lassen. Das Ergebnis ist, bei Beachtung aller Faktoren fürs Setzen, hoch professionell und kann mit Verlagsbüchern konkurrieren.

Ich selbst arbeite mit einem Layoutprogramm. Man kann – die Betonung liegt auf kann – auch mit MS Word (findet rege Benutzung beim Schreiben von Manuskripten) einen Buchsatz hinbekommen. Doch dafür muss man das Programm sehr gut kennen. Allerdings wird man hier an irgendwelchen Stellen des Setzens immer Abzüge hinnehmen müssen oder es müssen komplizierte bzw. verworrene Einstellungen vorgenommen werden, um denselben Effekt wie in einem Layoutprogramm zu erzeugen. 


Das Arbeiten am Buchsatz ist nicht trivial!

Sehr wichtig ist die Registerhaltigkeit von Zeilen. Registerhaltig bedeutet, dass die Zeilen deckungsgleich auf der Vorder- und Rückseite einer jeden Buchseite sein müssen. So beginnt der Text stets auf der gleichen Höhe und schließt bündig unten auf der Seite ab. Ausgenommen sind hierbei nur die Kapitelüberschrift und die letzte Seite eines jeden Kapitels.

Ein immer wiederkehrendes Ärgernis, das man mit einer einzigen Einstellung eben nicht loswerden kann, sind Hurenkinder, Schusterjungen und der Fliegenschiss. Sie sind typografische Fehltritte erster Ordnung und entlarven neben den genauso häufig auftretenden Textlücken den Anfänger unter den Selfpublishern. 

Nicht selten ist die Behebung dieser Fehler umfangreich und gleich ein ganzes Kapitel betroffen. Eine große Textlücke ist behoben und erzeugt als Folge einen oder gleich mehrere der oben genannten drei Fehltritte. Dann werden Sätze verschoben, Worte ausgetauscht, die Spationierung verändert und Absätze zusammen oder auseinandergezogen – wo es passend erscheint – u. v. m. Am Ende soll ein akzeptables Ergebnis stehen. 

Das kann zu einer sehr zeitraubenden Arbeit ausarten. Man stelle sich vor, ein Kapitel umfasst 20 Taschenbuchseiten und auf jeder taucht mindestens ein Fliegenschiss, Hurenkind oder Schusterjunge auf. Daraus kann schnell mehr als eine 1 stündige Mission werden. Dass der Aufwand sich lohnt, ist anhand von verlagsnahen Ergebnissen unbestritten. Jedem der diese Arbeit nicht liegt, sollte sie im Interesse eines professionellen Auftretens in kundige Hände übergeben.