Was ist Marketing?

Vorwort

Dies ist kein Coaching und es gibt keine versteckten Inhalte kostenpflichtiger Art. Die bereitgestellten Informationen dienen lediglich der Förderung des Verständnisses zum Thema Marketing.


Marketing, das Wort ist heutzutage jedem ein Begriff. Doch was bedeutet es? Viele setzen Marketing mit Werbung gleich. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Um den anderen Teil zu verstehen, sollte man die Geschichte, die Entstehung des Begriffs kennen. Genau darum geht es mir im heutigen Artikel. Machen wir eine leicht verständliche Rundreise von der Vergangenheit in die Gegenwart.

Den Überfluss an Waren jeglicher Art, wie es heute ist, gab es nicht immer, wohl aber Menschen, die mit Waren gehandelt haben, in früheren Zeiten sogar ohne Geld. Tauschhandel war angesagt. Zu diesen Zeiten reichte es fast schon aus, die Waren zu haben und anzubieten, um es einfach auszudrücken. Entweder gab es das geforderte Geld oder eine dem Gegenwert entsprechende Sache zum Abschließen des Kaufes.

Im Laufe der Jahrhunderte nahm die Bevölkerungsdichte zu, es wurden mehr Waren hergestellt. Die Vielfalt an Waren/Produkten aller Lebensbereiche wuchs. Natürlich gab es so auch immer mehr Konkurrenz für einen bestimmten Markt, siehe Kleider, Möbel, Haushaltsgeräte usw. Seine Waren an den Mann oder die Frau zu bringen wurde schwerer. Die unterschiedlichsten Formen der Anpreisung entstanden. Preis und Qualität wurden in den Vordergrund gerückt, was schließlich zur ersten Werbung führte.

In der heutigen Zeit ist der Markt komplett überlaufen, egal wohin man sieht. Die Vielfalt an Produkten ist schier erdrückend und die Generierung von Absatz, der Verkauf, ist ungleich schwerer geworden. Preis und Qualität sind längst nicht mehr die alleinigen Verkaufsargumente. Unter dem Begriff Marketing wird eine komplett neue Strategie zusammengefasst. Es gilt nämlich, Kundenwünsche zu wecken, geradezu zu erzeugen. DAS ist, was Marketing macht.

Dabei sollte jedoch erwähnt werden, dass es Grenzen gibt. Marketing darf nicht Lügen, nicht verunglimpfen, nicht täuschen und dergleichen. Sie muss der Wahrheit entsprechen, darf jedoch überspitzt und satirisch daherkommen.

Zur Erklärung habe ich hier einige Beispiele, die den Nutzen des Produkts, in den Vordergrund rücken, um den Kaufwunsch beim Kunden zu wecken. Ziel ist es, einen Kauf zu realisieren. Hierbei kommt nicht selten das böse Wort Alleinstellungsmerkmal (USP) zum Tragen. Es bezeichnet nichts weiter als DAS Merkmal schlechthin, um sich von Konkurrenzprodukten, die eher Masse statt Klasse sind, abzuheben.


Besondere Eigenart!
Nichts ist unmöglich: TOYOTA! Der Werbeslogan einer bekannten Automarke dürfte noch vielen bekannt sein. Hier geht es um eine besondere Eigenart, die das Produkt für den Käufer bereithält. Allerdings ist diese Besonderheit in dem Slogan als sehr umfassend auslegbar. Gemeint kann sein, schneller als jeder andere ans Ziel zu kommen, ein hohes Fahrkomfort usw. Kurz gesagt, dieses Auto lässt keine Wünsche offen und stellt somit das Nonplusultra zu allen Konkurrenzprodukten dar.

Echtheit/Original!
Quadratisch, praktisch, gut. Auch hier ist wieder ein berühmter Slogan, der aus der Werbung nicht mehr wegzudenken ist. Einige mögen nun sagen, könnte ja auch unter Punkt 1 fallen. Nun, dem ist vielleicht am Rande so, aber hauptsächlich ist das Versprechen im Slogan der Hinweis auf die Echtheit des Produkts. Nur quadratische Ritter Sport Schokolade ist echte Ritter Sport Schokolade, wenn der Name oben drauf steht, sprich das Original. 

Image!
Signifikant sind hier Markenlabels. In Zeiten von Smartphone und Co. sind das Marken wie Apple, Huawei, Samsung usw. Wer diese Produkte nutzt, ist ganz weit vorne mit dabei und demonstriert einen gewissen Stand. Richtig hochgefahren wird das Image immer noch bei sehr hochpreisigen Autos. Da braucht es keinen Slogan, da reicht z. B. die Pferdefigur vorne am Kühler vom Ferrari.

Service
Schon vom Spruch gehört „Der Kunde ist König“? Gut, denn der ist Programm beim Service. Es gilt ebenso der Leitspruch „Nur ein zufriedener Kunde bleibt bzw. kehrt zurück“. Daran festgemacht, gibt es beim Service die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Darunter fallen das Auftreten (ein möglicher Kunde möchte von Anfang an freundlich behandelt werden), Beratung, Garantien, Prämien usw.


Wie zu sehen ist, geht es um mehr als den Preis und die Qualität, um sich seine Stellung am Markt zu erkämpfen und zu halten. Es geht mitunter auch um Besonderheiten, Echtheit/Originalität, Image und Service. All das ist Marketing.

Spätestens jetzt mutet es ein wenig merkwürdig an, wenn eine Lektorin diese kaufmännischen Informationen ausbreitet. Aber glaubt mir, wenn ich sage, dass dieses Wissen auch sehr viel mit dem Buchmarkt zu tun hat. Doch dazu kommen wir in einem der anderen Artikel, wenn vom Marketing Mix und Preisstrategien die Rede sein wird.

Bis dahin lasst euch die genannten Alleinstellungsmerkmale für eure Produkte – ja, gemeint sind Bücher jeden Formats – ebenso durch den Kopf gehen wie eure öffentliche Präsenz. Beachtet dabei bitte, dass das USP mindestens eines von nachstehenden Kriterien erfüllen müssen, um als USP zu gelten.

  • verteidigungsfähig, z. B. durch ein Patent gesichert
  • klar wahrnehmbar, auf den ersten Blick als das erkennbar, was es ist (siehe Bsp. Ritter Sport)
  • bedeutsam, wichtig für den Kunden
  • dauerhaft, einprägsam für den Kunden
  • nicht rasch/leicht kopierbar, hohe Sicherheitsstandards

Im nächsten Artikel dreht sich alles um den Markt, dem Schauplatz von Angebot und Nachfrage, ehe es ernst wird und ans sog. Eingemachte geht.


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